Spaghettiwürstchen

oder auch „Wie fädelt man Spaghetti in Würstchen?“.

Ich koche gern und probiere gern neues aus, jedoch lassen meine Drachenkinder mir nicht die Zeit. Ich sehe auch gar nicht ein, für ein gutes Ergebnis stundenlang in der Küche zu stehen. Und, ja…die Würstchen mussten weg, ebenso, wie die Spaghetti, die wir eigentlich nicht essen können (denn wir hatten schon eine halbe Stunde Schreikrampf, weil wir die Spaghetti kurz geschnitten haben, nachdem wir nicht mehr mit ansehen konnten, wie unser Sohn die Fassung verlor, weil er sie nicht aufgerollt bekam – seitdem sind Spaghetti offiziell für die nächsten 10 Jahre abgeschafft und ersetzt mit Fusilli, Penne und Gabelspaghetti ).

Diese lustige Idee hatte ich mal bei…ich glaube Pinterest…gesehen und fand sie wirklich lustig. Sie würde außerdem mein Resteproblem lösen.

Also: zuerst werden die Würstchen in Stückchen von ca. 2cm Länge geschnitten. Dann werden die Spaghetti hinein gesteckt und zur Hälfte durch geschoben. Warnung: das dauert länger, als man denkt! Dann ab in kochendes Wasser, warten, bis die Spaghetti gut sind (und gern etwas länger als nur „al Dente“) uuuuund fertig ist ein wundervoll einfaches spannendes lustiges Mittagessen.

 

 

Essen kann man es dann per Gabelpiks in das Würstchen und dann die Spaghetti in den Mund hängen lassen.

Dazu, weil es mir doch etwas ungesund war, einen Tomatensalat.

 

Türkranz mit Filzblumen

Es ist Frühling, die Blumen blühen, doch Ostern ist vorbei. Her musste also gestern neue Frühlingsdeko. Was könnte ich bloß mit diesen Kranz-Rohlingen, die meine Mutter mir hier gelassen hat, machen? Einen Frühlingstürkranz. Nur wie schmücken, sodass auch meine Kinder mit“helfen“ können? Bisher waren da als Hinterlassenschaft vergilbte Bänder und verbogene Plastikbeeren dran. Bäh.

Ich habe mich für Filzblüten entschieden, für die auch jedes meiner Kinder eine Blüte filzen kann. Das ist kinderleicht, wenn man nicht allzu große Ansprüche an das Ergebnis stellt. Und ja, es ist gut, wenn man hinterher sagen kann „da haben die Kinder mitgeholfen“.

Zuerst also die Vorbereitung. Ich bin nur ungeduldiger Gelegenheitsfilzer, daher habe ich kein Profi-Equipment. Wachstischdecke, Handtücher und darauf, für jeden, Bambus-Tischsets, sowie etwas Luftpolsterfolie. Heißes Wasser, mit Seife hineingeraspelt, in die Mitte des Tisches. Schon kann es los gehen.

Zuerst macht man aus etwas grüner Wolle die Stängel. Das eine Ende muss frei bleiben, der Rest wird leicht bewässert. Dann rollen, zuerst nur leicht, dann immer stärker, und nach wenigen Minuten sind die Stängel ausreichend fest.

 

Nun sind wir schon bei den Blüten. Meine Tochter möchte natürlich pink und rosa. Also gut, meinen Sohn kann ich davon überzeugen, dass das dunklere rot gut dazu passt und gar nicht so pink aussieht. Es muss ja irgendwie zusammen passen. Wir haben hier drei Schichten in abwechselnden Faserrichtungen geschichtet. Darauf etwas schwarz in der Mitte und als Linien nach außen.

Dann wird alles umgedreht auf die Folie gelegt, der Stängel darauf „verteilt“ und nach dem Nassmachen ganz vorsichtig, erst mit darauf geschlagener Luftpolsterfolie, gestreichelt. Nach ein paar Minuten Streicheleinheiten kann man die Blüten dann hoch nehmen und um einen Fingerlegen und etwas fester von außen und innen reiben. Bald schon sind die Blumen fertig.

Anschließend werden die Blumen in Essigwasser ausgespült und dann um den Kranz gebunden (hier könnte man auch einen Kranz völlig aus Filzschnüren herstellen, so wie bei unserem selbstgemachten Adventskranz)

Fertig und gar nicht mal so hässlich.

 

August DVB600 – Nicht so smarter Satelliten-Receiver

Ich habe mir den Satelliten-Receiver August DVB600 – Smarter Satelliten-Receiver für DVB-S2  zum Geburtstag gewünscht, weil er für einigermaßen geringes Geld alles können sollte, was ich nutzen möchte:

  • Satelliten-Fernsehen
  • Amazon Prime
  • Streamen vom iPad
  • ZDF Mediathek
  • ja, sogar die Möglichkeit, die Maus App zu installieren, denn meine Kleinen gucken gern die aktuelle Sendung mit der Maus, nur eben nicht Sonntag morgens, wenn sie gerade im Fernsehen läuft.

Ich war es einfach leid, tausend Fernbedienungen rum liegen zu haben, für die wöchentliche Sendung mit der Maus jedes Mal mein Laptop aufzubauen und per HDMI mit dem Fernseher zu verbinden und für Amazon Prime alternativ unsere Playstation 3 einzuschalten, den Controller hervorzukramen, um zu merken, dass der Akku gerade leer ist. Das alles sollte ein Ende haben und einfach werden.

Und tatsächlich, mein Mann machte mir diese Freude.

Der Aufbau und Anschluss per HDMI war sehr leicht. Die Box ist angenehm klein und sieht neben unserer Playstation geradezu unbedeutend aus. Es sind ganze 4 USB-Anschlüsse vorhanden, sowie ein SD-Slot. Außerdem HDMI, LAN und das Satellitenkabel.

 

Wir nutzen das Gerät jetzt ein halbes Jahr lang, mehrmals wöchentlich. So sieht das ganze aus:

Leider hat sich meine anfängliche Freude über die umfangreichen Funktionen inzwischen in Luft aufgelöst und in täglichen Frust gewandelt.

Ja, irgendwie kann es schon alles, was ich mir so wünschte, aber irgendwie auch nicht. Das Gerät kann alles nicht richtig. Als wäre es noch nicht mal eine Beta-Version. Hier eine Auflistung der schlimmsten Dinge, die mir so aufgefallen sind:

  • angefangen beim Fernsehen. Das Starten der DTV App dauert ewig. Das Umschalten der Programme dauert ewig. Es dauert etwa 10 Sekunden, bis der neue Sender gefunden wurde. Oft wird kein Signal empfangen. Manchmal bei gutem Wetter mitten im Film. Das ist wirklich frustrierend und das hatte ich mit unserem über 10 Jahre alten Billig-Receiver noch nie. Dies habe ich im Video dokumentiert, ich bitte die Störgeräusche zu entschuldigen. Ich denke, mein Klicken kann man dennoch hören.
  • Ja überhaupt in die Programme rein zu kommen ist schon nicht so leicht. Es funktioniert mit der kleinen Mauszeiger-Fernbedienung nicht einmal, die Programme zu starten. Bei einem Klick auf das Icon wird nämlich das Icon vergrößert und verschwindet oft aus dem Mauszeiger-Bereich, sodass man dann noch ein zweites Mal dorthin steuern muss, um das Programm zu starten. Auch bei schnellem Doppelklick geht es nicht und man landet dann aus Versehen beim falschen Programm. Dies habe ich im folgenden Video dokumentiert.
  • Die Aufnahmefunktion würde gut funktionieren, wäre nicht jedes Mal der Speicher voll gewesen und hätte die Aufnahme beendet. Ja, und das liegt daran, weil es sehr kompliziert ist, den richtigen USB-Stick auszuwählen. In der File Browser App heißt es USB C, D und F, in den Videoplayer-Apps sehe ich USB-A, USB-B, USB-C, in einer anderen von USB-A bis USB-F (ich konnte noch nicht rausfinden, welche die alle sein sollen bei nur 4 Anschlüssen). In der DTV Einstellung für das Aufnahmemedium steht nur USB EFI USB EFI USB EFI. Ich habe bis heute nicht rausfinden können, welches der ganzen USBs jetzt unser größter USB Stick ist (der in der Video-App USB-C heißt). Und einmal ausgewählt heißt nicht, dass es nächstes Mal das selbe USB ist. 
  • Es sind einige Apps vorinstalliert, z.B. der MX Player, um Filme zu gucken, die man auf dem USB-Stick angeschlossen hat. Bei jedem Start fragt das Programm, ob man aktualisieren möchte. Ja, gern, klicke ich dann. Doch dann die Fehlermeldung, dass das gar nicht geht. Und das jedes Mal.
  • Das ebenfalls vorinstallierte Amazon Prime läuft ebenfalls träge. Damit könnte ich leben (geht es doch immer noch schneller, als die Playstation einzuschalten). Das Schlimme ist, dass die Filme ruckeln. Als wäre die kleine Box überfordert mit dem Codec.

    Auch ein Umstellen der Filmqualität auf schlechter hat hier keine Verbesserung gebracht. Die 10 Jahre ältere Playstation streamt hier ebenfalls über dasselbe WLAN ohne jedes Ruckeln. Ein weiteres Manko ist, dass jedes Mal, wenn man die Lautstärke verstellt, das X-Ray (die nette Info zu den Schauspielern) an geht sowie die Spielzeit und nicht mehr von allein verschwindet. Man muss also bei jeder Laustärkeregelung noch einmal auf Pause und wieder auf Start drücken, damit man den Film (das Ruckeln) weiter genießen kann.

  • Ja, nicht einmal das Lautstärke Umstellen geht immer schnell. Manchmal ist es unerwartet so träge, dass es erst nach ca. 5 Sekunden überhaupt reagiert, und dann hat man meist schon ungeduldig mehrmals gedrückt und es wird dann viel zu leise/laut.
  • Die Maus App läuft relativ gut. Beim Laden der aktuellen Sendung bricht die App oft ab.  Da dies eine selbst installierte App ist, kann das natürlich auch an der App liegen, ich habe bislang keine Android Erfahrung.

Dies sind nur einige, jedoch die entscheidendsten, meiner negativen Erfahrungen. Es würde den Rahmen sprengen, sie alle aufzuzählen.

Fakt ist, Amazon Prime gucken wir wieder über die gute alte Playstation, und wenn ich etwas wichtiges sehen möchte, dann nutze ich bei zu vielen Ausfällen einen Tag später den Stream am Laptop. Einzig die Maus können wir nach einigen Versuchen noch immer am Fernseher schauen.

Von einem Kauf kann ich nur abraten.

Sicherheits-Dosenöffner iLOME

Auf der Suche nach einen Dosenöffner, da der aktuelle mal wieder versagt hat und nur noch so „durchrutschte“, bin ich auf diese mir bislang unbekannte Art von Dosenöffnern gestoßen. Einen „Sicherheitsdosenöffner„.

Ich war etwas skeptisch, dachte mir aber, schlimmer kann es ja nicht werden.

Als der Dosenöffner zuhause ankam, schnell ausgepackt und so sieht er aus:

Die Bedienungsanleitung sagt

Schritt 1: Stellen Sie den Dosenöffner an den Metallrand.
Schritt 2: Drehen Sie den Drehgriff linksdrehend 180-Grad.
Schritt 3: Drehen Sie den Drehgriff rechtsdrehend, bis die Dosen geöffnet werden.
Schritt 4: Drehen Sie den Drehgriff linksdrehend, um die Dosen zu aufmachen.

Linksdrehend? Rechtsdrehend? Ich wollte keinen Joghurt essen, sondern ANANAS!

Also, einfach mit dem Metallbügel links auf den Rand gelegt, das Metallrad auf den Rand drauf, „rückwärts“ gedreht, doch es passierte absolut nichts. Dann habe ich es einfach noch einmal ohne „rückwärts“ drehen dorthin gelegt, wo ich eben dachte und siehe da, es ging plötzlich PERFEKT und ich habe nicht verstanden, warum es zuerst nicht gehen wollte.

 

Einfach einmal im Kreis, bis die Dose offen war, ohne viel Kraftaufwand.

Und schon war die Dose offen. OHNE, dass man sich am Rand schneiden konnte. Als hätte sie nie einen Deckel gehabt. Der größte Vorteil ist mir erst nach dem Kochen bewusst geworden, als ich die Ananas-Dose mit einem Rest Ananas in den Kühlschrank stellte: man kann nämlich den Deckel wieder oben auflegen, sodass die in der Dose verbleibenden Lebensmittel abgedeckt sind.

Den Flaschenöffner am Ende brauchen wir eigentlich gar nicht. Ich dachte, ich würde ihn zum Aufhebeln des Deckels gut gebrauchen können, daher habe ich diesen und nicht den Dosenöffner ohne einen Flaschenöffner genommen. Jedoch ist er viel zu dick, um ihn in eine dünne Ritze zu stecken zu können und bei diesem Prinzip ist ein Aufhebeln gar nicht notwendig.

Ich kann diesen bzw. solch eine Art Dosenöffner jedem weiterempfehlen. Er ist viel praktischer als die klassischen.

Feuer und Flamme!