AEG SB 7-8000 Standmixer

Über das  AEG Testerportal durfte unsere Familie den AEG SB 7-8000 Standmixer kostenfrei testen. Dies beeinflusst selbstverständlich nicht unsere Meinung.

Der AEG SB 7-8000 Standmixer eignet sich hervorragend für wirklich „smooth“ gemixte Smoothies und passt mit seinem schicken Edelstahlgehäuse und dem Glaskrug sehr gut in die moderne Küche.

Der AEG Standmixer ist wirklich hübsch mit dem Edelstahlgehäuse und 1,65l fassendem bruchfesten Thermo-Glaskrug, der kälte- und hitzebeständig bis 90°C sein soll. Der schöne Sockel nimmt nur ca. 16x16cm Fläche ein, dafür ist der Mixer mit Deckel ganze 40cm hoch.

Der Standmixer hat einen starken 1000 Watt Motor mit bis zu 23000 Umdrehungen in der Minute und 4 „TruFlow“ Titan beschichtete Messer. Das graue Anschlusskabel ist 1,2 m lang und bietet so ausreichend Bewegungs- und Positionierungsfreiheit.

 


Der Mixer besteht aus dem Sockel mit 6 flachen Edelstahl-Knöpfen mit LED-Hintergrundbeleuchtung und dem Glaskrug mit einmal einem großen Deckel mit Loch, der außen Gummilamellen hat hat, sowie einem zweiten Kunststoffmessbecher, der das Loch im Deckel schließen soll. Dieser lässt sich eindrehen. Leider vermisse ich hier eine Skala. Der Glaskrug dagegen hat eine Skala, für Rechtshänder in Millilitern, für Linkshänder (also auf der Rückseite) mit internationalen Maßeinheiten. Der Krug lässt sich in jeder Richtung auf dem Sockel einrasten.

Unten an diesem Glaskrug ist ein weiterer „Sockel“ mit einem Gewinde befestigt, der das Messer samt Gummidichtung unten im Glaskrug hält, sodass die Motordrehungen über zwei Zahnräder aus Kunststoff auf das Messer übertragen werden. Zur Reinigung lässt dieser sich dieser Glaskrugsockel abdrehen und das Messer entfernen. Der Glaskrug hat dann ein Loch im Boden. Das Gummiband ist durch seine Ausbuchtungen gegen Verrutschen gesichert.

Bei unserer alten Küchenmaschine (mit breitem Mixtopf) hatten wir immer das Problem, dass Smoothies nicht smooth wurden, sondern vor allem von den Orangen noch eine Menge Stückchen im Glas waren, was das angenehme Trinken fast unmöglich machte. Daher waren wir natürlich sehr gespannt, ob sich durch den Vortex-Effekt (also den entstehenden Strudel/Wirbel) etwas daran ändern würde.

Also haben wir natürlich zuerst allerhand Obst geschält und gleich gemerkt: man muss das Obst auch klein schneiden, da sonst nichts passiert und das Obst oben über dem Messer liegen bleibt.

Daher haben wir alles kleiner geschnitten (Orangen, Kiwi, Banane), in ca. 2-3cm große Stücke, das Gerät über die Taste oben links eingeschaltet, und über die „smooth“-Taste alles richtig schön smooth gemixt.

Sobald etwas Flüssigkeit im Spiel ist, funktioniert der Vortex-Effekt perfekt. Alles wird schön nach unten in das Messer gesogen und – unter höllischem Lärm – wundervoll klein gemixt.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Leistung könnte nicht besser sein, der Smoothie passt durch jeden Strohhalm, und es ist kaum zu glauben, dass die Orangen nur geschält wurden und nicht ausgepresst. Über die High-Taste werden sogar die Kiwi-Samen noch klein gemixt.


Auch bei erhöhtem Schwierigkeitsgrad mit frischen harten Möhren gibt es keinerlei Leistungseinbußen. Diese haben wir erst auf der höchsten Stufe (high) durch geschreddert. Hierbei fällt auf, dass ein großer Teil der Möhrenstückchen grob oben liegen bleibt und nicht mehr nach unten fällt. Für den Vortex-Effekt sind die Möhren zu trocken.

Dies sollte sich aber schnell ändern, einfach durch die Zugabe von etwas Wasser und weiteren Zutaten nach Wahl – in unserem Fall Apfel und erneut Banane und Orange. Das Ergebnis war erneut ein perfekt glatt gemixter Smoothie.

Nach dem etwas längeren (ca 1 Minute) Mixen auf hoher Geschwindigkeit kann man jedoch etwas Kunststoff riechen. Hinterher habe ich im Bereich der Zahnräder etwas Kunststoffabrieb gefunden, der dies – denke ich – verursacht haben könnte.

Nach diesem Vitaminschock musste es nun aber etwas ungesünder werden.

Also habe ich mit der Pulse Taste (dann läuft der Motor nur so lange, wie gedrückt wird) ein paar Walnüsse gehackt und mit Möhre, Reismilch, etwas Zucker, Backpulver und Mehl ein paar leckere vegane Nuss-Möhren-Muffins gebacken. Zum Teig Mixen (auf der Taste low) ist der Mixer nicht ganz optimal, der Teig muss schon sehr flüssig sein, damit alles gleichmäßig durchrührt wird. Ich musste daher einige Male mit dem Teigschaber nachhelfen. Das Nüsse Hacken dagegen lief sehr gut!


Nun wollten wir aber noch mal die Ice-Crush-Funktion testen. Also: Eiswürfel hinein und die Crush-Taste links unten betätigt, und die Maschine macht von selbst erst riiiiesigen Radau, dann eine Pause, damit die verbliebenen Eiswürfel runter fallen können, dann wieder laut Radau, dann wieder Pause usw., bis die Eiswürfel nach kurzer Zeit zu Schnee geworden sind. Mit etwas Traubensaft dazu hat man so einen leckeren Eis-Slush, die Leistung hat wieder überzeugt.

Rein vom Funktionalen können wir an dieser Maschine absolut nichts aussetzen.

Nach der Benutzung kann man am besten erst einmal vorreinigen, indem man mit Wasser und etwas Spüli den Mixer einschaltet. Nach dem Auseinanderschrauben kann der Glaskrug, sowie die zwei Deckel, in die Geschirrspülmaschine.

Jedoch gibt es von mir auch ein paar Negativpunkte aufzuführen:

  • der Deckel mit den Gummilamellen wandert mit der Zeit durch die Vibration nach oben und springt auf.
  • Beim Einkippen kleckert oder sabbert der Glaskrug noch etwas nach.
  • bei größerer Anstrengung entsteht leichter Geruch von geschmolzenem Kunststoff, es ist auch etwas Kunststoffabrieb sichtbar – dies wird jedoch mit jeder Nutzung besser.
  • es gibt ein großes Sicherheitsrisiko: denn man kann den Mixer auch ohne Deckel betreiben. Wer neugierige und technikbegeisterte Kleinkinder im Haus hat, sollte den Mixer immer komplett weg räumen. Denn nach dem Einstecken des Kabels kann es direkt los gehen mit abgehackten Fingern. Die Knöpfe kann man sogar aus Versehen mal treffen, sie reagieren schon auf wenig Druck, und den Krug braucht man nur locker aufsetzen. Kinderleicht!
  • Einer der Knöpfe ist etwas schief verbaut und der Glaskrug hat an einer Stelle einen rauen Fleck in der Oberfläche. Die Verarbeitung könnte also noch verbessert werden.

Aufgrund der überaus zufrieden stellenden Mix-Leistung und der edlen Optik jedoch – außerhalb der Reichweite von Kindern – eine leicht eingeschränkte Weiterempfehlung für den AEG SB 7-8000 Standmixer für die Zubereitung leckerer Smoothies und mehr.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.