Auswahl Hausbaufirma: Contract Vario

Ich muss zugeben: ich habe selbst Architektur studiert. Gerade im Entwurf war ich immer sehr gut, und natürlich habe ich mir schon seit Jahren im Kopf mein kleines Traumhaus zurecht gelegt und würde so überall etwas zu meckern finden.

Allerdings habe ich kaum Berufserfahrung, bin nun seit fast 10 Jahren „Vollzeitmama“ und wohne zudem 120km vom zukünftigen Wohnort entfernt, in einem anderen Bundesland. Mein Schlösschen würde warten müssen.

In den Jahren, in denen wir Immobilien angesehen haben, sind wir in einem gewesen, das einfach wow war. Ein Ökohaus der Firma Contract Vario. Ich bin durch gegangen und habe bei fast allem gedacht „oh, so würde ich das auch machen“. Offene Holzbalkendecke, Holzfassade, Holzfenster, Zellulosedämmung… Außerdem wurden die Teile regional gefertigt. Direkt vor Ort, nur etwa 15km von unserem Grundstück entfernt.

Ich habe mich also intensiver mit der Firma beschäftigt und fand, da es ein regionaler Anbieter ist, nicht so wahnsinnig viel, jedoch – anders als der Shitstorm, der über viele der größeren Fertighausanbieter hereinbricht – nur Gutes. Leider keinen Hausbau-Blog (inzwischen ist der vorübergehend deaktivierte Baublog von Anny und Axel wieder online!), doch die Facebook Seite z.B. hagelte nur von „wir wohnen nun ein Jahr in unserem Haus und es ist noch immer ein Traum“-Kommentaren. Ein Blick auf die Internetseite verriet mir, dass wirklich fast alles Öko war. Bis auf die standardmäßigen Kunststofffenster (die man laut Baubeschreibung auch in Holz bekommen konnte) und die Polystyroldämmung unter dem Estrich. An den Wänden keine Dampfsperrfolie, sondern eine dampfdiffusionsoffene Bauweise mit OSB-Platten, kein Styropor unter dem Putz, sondern Holzfaserplatten. Mit Photovoltaik und Solarbatterie wäre es ein KfW40+ Haus.

Ein echtes Passivhaus, und ein richtiges Architektenhaus nach meinem eigenen Entwurf wäre mir natürlich viel lieber gewesen, aber die Zeit drängte (Einschulung bzw. Umschulung unserer Kinder) und das Geld war aufgrund der Grundstückspreise knapp und wir brauchten etwas Preissicherheit.

Ich rechnete mir anhand des Preisbeispiels das von mir ausgewählte Family 145 hoch auf KfW40+ und wusste, dass wir bei einem Grundstückspreis bis 200.000€ tatsächlich noch in unserem preislichen Rahmen von 500.000€ wären und damit etwa auf Höhe der aktuellen Mondpreise der Bruchbuden inkl. Sanierungskosten. Dafür hätten wir aber alles niegelnagelneu und würden im Nachhinein mit geringen Heizkosten, Einspeisevergütung und erstmal ohne Sanierungskosten langfristig sparen.

Während ich vorher nur nach Bestands-Immobilien geguckt habe, schloss ich nun auch Grundstücke in meine Suche ein.

Als beim Notartermin unseres Grundstücks dann auch noch der Notar auf meinen Contract Vario Notizblock blickte und uns sagte, er hätte auch so ein Haus und hatte noch nie Probleme, es sei wirklich gut, war ich überzeugt.

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