Bemusterung Tischler und Treppenbauer

Da heute aufgrund einer Lehrerfortbildung schulfrei ist und die Kinder gern den ganzen Tag bei Oma sind, habe ich den Tag frei.

Daher habe ich mich auf den Weg nach Lübeck zu Klatt gemacht, um mit dem Tischler Eike Herrmann die Fenster, Haustür, Innentüren und Fensterbänke zu bemustern.

Endlich durfte ich mal einen der Handwerker kennen lernen. Dieser hier kam wirklich sympathisch rüber. Ich habe die teuren Lärchenholzfenster im OG wieder auf bodentief gesetzt (zwischenzeitlich hatte ich sie auf festverglast geändert, was ich aber bei den 1,60m hohen Fenstern am Kniestock im OG sehr plump fand) und die Öffnungsrichtungen sowie die Lasur bestimmt (so naturfarben wie möglich, nur leicht pigmentiert).

Die Fensterbänke natürlich aus Holz. Kiefer, die wir selbst behandeln müssten. Alles unechte finde ich grauslig.

Zusammen haben wir eine schöne Haustür gesucht/ausgedacht. Da wir zuvor die Tür auf 1,11m Breite festlegen mussten (=kein Seitenfenster) und der mit über 5m Länge sehr lange Flur kein eigenes Fenster hatte und nur Licht vom dahinter liegenden Esszimmer bekam, musste es unbedingt eine Tür sein, die viel Licht herein lässt. Wir haben also eine Rahmentür mit einem einzigen großen satinierten Fenster in Lärchenholz ausgewählt. Am Rand sollte die Verglasung nicht satiniert sein, damit man noch gucken konnte, wer da vor der Tür steht. Dazu ein großer senkrechter Türgriff aus Edelstahl mit Holz in der Mitte. Herr Herrmann meinte, er glaubt nicht, dass solch eine einfache Tür teurer als Standard werden würde.

Dann war die Frage nach den Innentüren.

Alle im Standard enthaltenen Türen waren nur aus Fake-Holz oder weiße Röhrenspantüren, die nichts aushalten, schon gar nicht wütende kleine Drachen. So einen Müll wollte ich ungern im Haus haben und vom WC würde ich dort täglich mehrfach direkt drauf starren müssen. Die gängigen Landhaustüren aus Kiefer sollten pro Tür 101€ mehr kosten, die etwas moderneren Kilsgaard Typ 25/01 sogar 233€. Die ganz glatten Vollholztüren waren nicht lieferbar und wären ohnehin noch viel teurer, dabei wären diese mein Traum gewesen. Uff. Mein Mann sagt, dass die ganz teuren wohl etwas schade wären, solange die Kinder sie zertrümmern. Leider hatte Klatt keine Vollholztüren zur Ansicht da.

Wir waren mit der Bemusterung so schnell durch, dass ich entschloss, noch die Treppe bei Treppenbau Voß zu bemustern. Herr Rickert hatte spontan Zeit, was ich ganz toll finde.

Wow, haben die tolle Treppen!!! Vor allem die mit Asteiche haben es mir angetan. Und die Falttreppen.

Ich hatte nur zwei Wünsche – die Treppe aus Eiche (Mosaik) statt aus Buche (ich mochte die Optik von Buche nicht und Eiche ist einfach haltbarer, da härteres Holz) und Setzstufen (um später Schuhschrank und Garderobe drunter zu bauen), wobei es dann auch automatisch eine Wangentreppe werden müsste (was wiederrum einen nicht ganz so klobigen Handlauf zur Folge hatte). Ich rechnete mit dem Schlimmsten, hatte zuvor 5000€ Mehrkosten einkalkuliert für Haustür und Treppe.

Herr Rickert rechnete auch. Sofort vor Ort vor meinen Augen. Und kam – trotz der ja 5 Meter Handlauf und Deckenverkleidung im OG – auf nicht einmal 1300€ Mehrkosten. Es ist doch schön, auch mal kostengünstiger als erwartet davon zu kommen und noch toller, wenn man nicht erst eine Woche zittern muss, um die Mehrkosten zu erfahren. So etwa (nur mit Setzstufen) würde unsere Treppe aussehen:


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