Nestlé Cheerios BIO Produkttest by trnd

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Wir geben viel Geld für Bio-Lebensmittel aus, denn bei uns kommt nur Bio auf den Tisch. Ich habe meinen Kindern erklärt, dass das ein Privileg ist und nicht Verzicht bedeutet, doch oft sind die Bio-Alternativen nicht ganz so lecker (obwohl es durchaus Ausnahmen gibt), wohl auch, weil allgemein nicht so viel Zucker drin ist und die Auswahl einfach kleiner ist. Umso mehr freue ich mich, dass immer mehr „große“ Firmen auf die Bio-Schiene aufspringen und einige ihrer beliebten Produkte in Bio-Qualität anbieten. So nun auch Nestlé, die gleichzeitig noch 10 Cent pro Packung in den Bau von Bienenhotels stecken.

Über trnd durften wir die Cheerios BIO von Nestlé testen.

Nestlé ist bekanntermaßen nicht gerade ein Vorbild, was Nachhaltigkeit angeht, ich verlinkte dazu einfach mal auf den Artikel von machhaltig, da es dort perfekt zusammengefasst ist. Darauf möchte ich hier nicht weiter eingehen, aber es auch nicht unerwähnt lassen. Freuen wir uns einfach über die kleinsten Schritte.

Nun aber zurück zum Produkt selbst – Cheerios BIO.

Nestlé wirbt mit dem Vollkorn-Anteil von 79 % aus fünf Getreidesorten, recyclingfähigen Verpackung und den Nisthilfen von Bienen.

Wir durften 1 x CHEERIOS BIO Honig (310 g) und 1 x CHEERIOS BIO Honig-Schokolade (330 g) testen. Dem Paket lag außerdem  ein Infoflyer der Stiftung für Mensch und Umwelt über Bienen bei, der sehr interessant war und z.B. informiert, WELCHE Bienen sich im Bienenhotel eingenistet haben, denn wir haben ja schon länger ein Insektenhotel.

Es handelt sich dabei um Kringel aus Getreide, bei der Schoko-Variante außerdem kleine Schokoherzen.

Ich habe die Schoko-Variante klassisch mit Milch probiert sowie die Honig-Variante mit Früchten und Joghurt und kann nur sagen:

geschmacklich vergebe ich hier eine 1+ mit Auszeichnung.

Nestlé hat es geschafft, hier perfekt zwischen zu süß und zu wenig süß auszubalancieren. Viele der Frühstückscerealien sind mir einfach zu süß, aber gerade in der Bio-Sparte auch so langweilig im Geschmack, dass die Packung ewig braucht, bis sie leer ist.

Der Vollkornanteil ist deutlich raus zu schmecken, allerdings ebenfalls in einem Maße, dass es nicht schwer/anstrengend schmeckt.

Auch meine Kinder haben ihre gerade geöffneten Sachen stehen lassen und „meine“ Cheerios weggefuttert. Mit Milch und auch so direkt trocken aus der Packung. Selbst mein Mann, der sonst auf „sein eines Müsli“ schwört, hat sich auf die Honig-Variante gestürzt und nach wenigen Tagen waren beide Packungen leer.

Also wirklich, geschmacklich sind die Cheerios genau unser Ding.

Auch die Verpackung lässt die pure Natur erahnen mit dem braunen Hintergrund. Dass die Packung voll recyclingfähig ist, indem man den Karton ins Altpapier und die innere Folie in den Wertstoff wirft, würde ich jetzt aber nicht als Glanzleistung darstellen, das ist mittlerweile doch Standard.

Ein Blick auf die Zutatenliste verrät:

Bei den Honig-Cheerios sind tatsächlich 79% Vollkornmehl enthalten (bei der Schokovariante nur 69,5%), auch aus 5 Getreidesorten, allerdings sind die letzten zwei Getreidesorten Vollkornreismehl und Vollkornmaismehl sind mit je 2,1% (bei der Schoko-Variante mit 1,2%) wirklich nur „durchgeschossen“.

Zucker steht an dritter bzw. zweiter Stelle, zusätzlich ist noch Invertzuckersirup enthalten. Honig ist zu 3,8% (bzw. Schoko 2,1%) drin. Insgesamt ist pro  100g 19,9 bzw. 21,6g Zucker enthalten.

Im Vergleich dazu haben die bei uns sehr beliebten dennree Schokokissen 35g Zucker, die sehr gut vergleichbaren dennree Honigkugeln haben 27g Zucker, aber mit 6% deutlich mehr Honig und eigentlich NUR Mais + Vollkornmehl, schmecken mir aber auch unangenehm süß (die Kinder mögen es). Ein klassisches Bio-Schokomüsli hat etwa 10g Zucker, die uns viel zu unsüßen Ceralien von Rebelicous haben ca. 14g Zucker. Es ist also ein guter Mittelwert, gerade für die super abgestimmte Süße.

Mit jeder Packung Cheerios BIO werden 10 Cent an die „Stiftung für Mensch und Umwelt“, die auch für den Bau von Bienenhotels verantwortlich ist, gespendet.

Das ist super, das ist schön 🙂 alles, was irgendwie der Umwelt und den Bienen zugute kommt, ist toll 🙂

Dennoch sollte man sich natürlich kritisch mit folgenden Fragen auseinander setzen:

Könnte Nestlé mehr für die Umwelt tun, nicht durch aktives Handeln, sondern einfach durch Unterlassen?

Gleicht dieser Einsatz für die Natur Nestlés gegensätzliches Handeln gegen Mensch und Umwelt auch nur annähernd wieder aus?

Kann man selbst vielleicht viel mehr für Bienen tun, als Cheerios BIO zu kaufen, z.B. indem man selbst eine Blumenwiese anlegt oder ein Bienenhotel baut?

Sollte man nur wegen dieser Bienengeschichte Nestlé Produkte kaufen, obwohl man eigentlich nicht von der Firma überzeugt ist?

Das muss jeder für sich selbst entscheiden, ich würde mich eigentlich eher dagegen entscheiden, wären die Cheerios BIO nicht absolut total superlecker…

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