Philips Kaffeevollautomat 2200 Serie mit LatteGo EP2231/40 – innovatives Milchsystem ohne Schläuche

[Anzeige] Endlich (nach vielen Bewerbungen) durfte ich einen Kaffeevollautomaten testen, der mir von Philips kostenfrei für einen Produkttest zur Verfügung gestellt wurde. Und was für einen!!! Ich liebe den Kaffee mit Crema am Morgen und den Cappuccino am Nachmittag. Bislang hatte ich ein sehr schlechtes Gewissen mit meiner Kapselmaschine (Müll) und einen Vollautomaten durfte ich nur mal zu einer schweren Zeit in einem RonaldMcDonald-Haus genießen und er war seitdem ein kleiner Wunschtraum von mir.

Der Philips Kaffeevollautomat 2200 Serie mit LatteGo EP2231/40* bietet eine Kaffeevielfalt so einfach wie nie zuvor: es ist das am einfachsten zu reinigende Milchsystem, da es nur zwei Teile gibt. Keine Schläuche! Gerade für mich als Cappuccino-Liebhaber, aber Saubermach-Muffel, ideal, ich möchte meinen Cappuccino schließlich genießen, ohne an die bevorstehende Reinigungsaktion zu denken.

Hier einmal die Vorteile des Kaffeevollautomaten Philips EP2231/40 mit LatteGo im Überblick:

  • 3 Kaffeespezialitäten: Kaffee, Espresso, Cappuccino. Sowie heißes Wasser
  • LatteGo: Milchschaum ohne Schläuche
  • edle Klavierlack-Optik, kombiniert mit Edelstahl
  • Intuitive Sensor Touch-Oberfläche
  • frisch gemahlene Kaffeebohnen
  • Keramikmahlwerk mit Mahlgradeinstellung
  • Aroma Extrakt System
  • seltenes Entkalken mit AquaCleanFilter
  • die meisten Teile spülmaschinenfest, vor allem der LatteGo.

Neben dem Kaffeevollautomaten und dem LatteGo-Behälter wird außerdem ein Messlöffel, ein Teststreifen für die Wasserhärte und eine Tube Fett , sowie der AquaClean Filter, mitgeliefert.

Aufbau und Abmessungen

Der LatteGo Kaffeevollautomat kommt sehr gut verpackt, hauptsächlich in Pappe.

Vor dem ersten Gebrauch muss man kurz das Edelstahlgitter auf die Auffangschale setzen, ein paar Aufkleber (auch innen hinter dem Wassertank) abziehen und das Gerät spülen. Dies ist in der Anleitung gut bebildert.

Und natürlich muss man noch einen Platz für den Vollautomaten finden. Er ist mit ca. 43cm Höhe, 37cm Tiefe und 25cm Breite nur etwas größer als unsere Philips Kaffeefiltermaschine.

Außer zum Befüllen mit Kaffeebohnen und der Reinigung der Brühgruppe muss man nur von vorn an das Gerät. Der Wassertank ist zwar an der rechten Seite, kann jedoch vollständig von vorn bedient werden. So kann das Gerät auch in einer schmalen Nische deponiert werden.

Vor dem Behälter für die Kaffeebohnen befindest sich eine Abstellfläche für Tassen.

Optik

Der LatteGo Kaffeevollautomat ist an den Seiten mattschwarz, vorn im Bereich des Bedienfeldes und hinter dem Auslauf des Kaffees ist er in edler Klavierlackoptik, verziert mit Edelstahl rund um das Bedienfeld sowie das Gitter auf der Auffangschale.

So passt er optisch in jede Küche, von der Farbgebung ähnlich wie die meisten Herde und Mikrowellen. Die Klavierlackoptik lässt ihn hochwertiger erscheinen.

Der Vollautomat ist sauber verarbeitet, ohne scharfe Kanten. Lediglich am Deckel des Kaffebohnenbehälters konnte ich ein paar Unsauberheiten erkennen.


AquaClean-Wasserfilter

Vor dem ersten Kaffee sollte noch der AquaClean-Wasserfilter aktiviert werden. Dieser sorgt dafür, dass das Gerät erst nach ca. 5000 Tassen Kaffee entkalkt werden muss. Er sollte jedoch etwa alle 3 Monate ausgetauscht werden, die Maschine sagt selbständig bescheid, sollte dies notwendig sein (nach 95 Litern, also ca. 430 Tassen. Diese Wasserfilter kosten ca. 13€ pro Stück und können einfach bestellt werden*.

Die Maschine führt eigenständig durch das Aktivieren des Wasserfilters. Der Wassertank fasst 1,8l Wasser und reicht so für einige Tassen.

Mitgeliefert wird außerdem ein Teststreifen zum Einstellen der Wasserhärte. Auch dies gelingt leicht – einfach im ausgeschalteten Zustand drei Sekunden auf die Kaffeestärkeeinstellung drücken und dort den Wasserhärtegrad auswählen.

Einfüllen der Bohnen und Keramikmahlwerk

In die obere große Öffnung, nach Entfernen des Aromaschutzdeckels, können nun ca. 250g Kaffeebohnen gefüllt werden. Ich habe mit Bio-Kaffeebohnen Crema von DM getestet. Das langlebige Keramikmahlwerk kann in 12 Schritten eingestellt werden, für extrem feines Pulver (=starken Kaffee) oder gröbere Stücke (=milderer Kaffee).

Die Einstellung des Mahlgrades sollte nur während des laufenden Betriebs mittels Druck nach unten und Drehens in die entsprechende Richtung geschehen. Es wird jedoch empfohlen, die Einstellung erst nach 100 zubereiteten Tassen zu verändern, und nur schrittweise.

Hier oben befindet sich noch eine weitere Klappe. Diese ist für einen! Messlöffel gemahlenem Kaffee, z.B. wenn koffeinfreier Kaffee getrunken werden möchte. Dieser muss jedes Mal neu gefüllt werden.

Kaffee oder Espresso zubereiten

Nach Einschalten des Kaffeevollautomaten Philips EP2231/40 mit LatteGo startet die Maschine erst einmal einen kleinen Spülgang und heizt auf. Also Vorsicht, noch nicht die Tasse unterstellen!

Anschließend, wenn alle vier Getränke (Heißwasser, Espresso, Kaffee, Cappuccino) aufleuchten, kann eine Tasse untergestellt und das Getränk gewählt werden.

Auf der Sensor Touch-Oberfläche gelingt dies mit leichtem Druck. Nach der Auswahl des Getränks kann nun die Menge sowie die Stärke in drei Stufen gewählt werden und der Startknopf gedrückt werden.

Beim nächsten Kaffee werden automatisch die vorher gewählten Stufen von Stärke und Menge vorgeschlagen.

Nun werden die Kaffeebohnen frisch gemahlen und der Kaffee oder Espresso läuft aus den zwei Öffnungen.

Es gibt hier noch ein paar Sondereinstellungen, sollten diese gewünscht sein. So kann man z.B. mit drei Sekunden langem Drücken der Kaffeestärkewahl das eingefüllte Kaffeepulver auswählen.

Oder mit zweimaligem Drücken der Getränkeauswahl auch zwei Tassen Kaffee gleichzeitig zubereiten. Hierbei werden von der Maschine jedoch einfach zwei Tassen nacheinander (er mahlt zwei Mal den Kaffee) zubereitet, wovon jeder die Hälfte erhält und es dauert ebenso lange, als würde man nacheinander den Kaffee zubereiten, nur dass beide Kaffeetrinker gleich lange warten müssen.

Ich bin ein Liebhaber von diesem heiß gepressten Kaffee. Filterkaffee ist nicht so mein Ding. Das Aroma Extract System sorgt mit optimaler Temperatur und regulierter Wasserdurchflussrate für ein tolles Aroma. Dieser Kaffee ist wirklich ein Genuss und hat eine schöne Crema, auf die ich ganz wenig feinen Rohrohrzucker streue. Auch der Schwiegervater, der hier bei uns auf den Filterkaffee bestand, findet ihn vom Geschmack her toll und hat auch schon einen Espresso genossen.

Cappuccino zubereiten

Die Königsdisziplin des Kaffeevollautomaten Philips EP2231/40 mit LatteGo ist ganz klar der Cappuccino mit dem LatteGo Milchsystem.

Und es ist soooooo einfach!!!

Dafür wird einfach, ja wirklich einfach, der LatteGo Behälter zusammen gesetzt, mit maximal 250ml Milch gefüllt und links an dem Heißwasserauslauf eingehängt.

Dann die Tasse unter den Kaffeeauslauf in der Mitte stellen und zwar möglichst weit nach vorn! (sonst läuft es daneben). Auf der Sensor Touch-Oberfläche die gewünschte Menge und Stärke des Cappuccinos wählen (natürlich viel! sooo lecker! Die größte Menge ist standardmäßig 220ml, bei der kleinsten gibt es nur 90ml) und los geht es.

Nun wird es etwas lauter. Das Geräusch erinnert einerseits an das Trommeln der Drachenbootfahrer, andererseits an eine Dampflok oder einen Raddampfer. Wenn im kleinen Haus noch Personen bei offener Tür schlafen, könnten diese sich gestört fühlen oder aufwachen.

Tschsch-kkkhh-tschsch-kkkh-tschsch-kkkh-tschsch-kkkh-tschsch-kkkh!

Der Milchschaum beginnt zu fließen, während wir zum Takt trommelnd und tanzend in der Küche stehen.

Nachdem dies abgeschlossen ist, wird der Kaffee gemahlen und läuft ebenfalls in die Tasse. Es ergibt einen wunderhübschen Cappuccino, bei dem die Farben unten sanft hellbraun ineinander über gehen, oben mit einem schönen abgesetzten festen Milchschaum.

Der Cappuccino schmeckt exakt so wie neulich beim italienischen Eiscafe, perfekt!

Der Milchschaum bleibt bis zum Schluss in der Tasse und darf heraus gelöffelt werden.

Mjam!

Ich freue mich noch immer, dieses leckere Getränk nun tagtäglich genießen zu dürfen.

Zur besseren Begutachtung habe ich übrigens für den Testzeitraum mein Bunzlauer Keramik-Geschirr gegen die Glas-Tassen meines Bruders getauscht.

Heißwasser

Der LatteGo kann auch einfach heißes Wasser zubereiten, z.B. für einen Tee. Dazu einfach die Tasse links unter den Heißwasserauslauf, Heißwasser wählen und Start drücken. Es sind 360ml Wasser voreingestellt, also lieber vorsichtig Wasser wählen oder rechtzeitig auf Stop (=Start) drücken.

Standardmäßig landet das Wasser mit ca. 84°C in der Tasse, die optimale Temperatur für Tee.

Milchschaum allein

Meine Kinder lieben es, Milchschaum zu löffeln.

Leider hat der LatteGo keine Option für Milchschaum allein. Ich habe versucht, mit dem angebauten LatteGo Heißwasser zu zapfen, dies ergibt jedoch leider nur heiße wässrige Milch.

Man kann jedoch trotzdem auch nur Milchschaum zapfen, und zwar indem man Cappuccino wählt, und wenn der Milchschaum fertig ist, zweimal auf Stop drückt. Einmal, um die Produktion des Milchschaumes abzubrechen und dann, um die Produktion des Espressos abzuwürgen.

Ich hätte mir hier noch eine Nur-Milchschaum-Taste gewünscht. Man muss doch auch an die lieben Kleinen denken!

Kakao-Getränk

Auch hierfür gibt es natürlich keine Taste. Man kann jedoch Kakao-Pulver in die Tasse füllen, den LatteGo anhängen, erst einen Zentimeter Heißwasser zapfen und umrühren und dann Milchschaum (Cappuccino-Taste) einfüllen. Dies gibt ein wundervoll leckeres schaumiges Kakao-Getränk für den Genuss am Abend, oder die Kinder.

Feineinstellungen

Wem all diese Möglichkeiten noch nicht genug sind, der kann die Wassertemperatur in 3 Stufen anpassen.

Außerdem lässt sich für jedes Getränk einzeln die Menge für die größte Mengenauswahl anpassen. Sowohl vom Milchschaum als auch vom Espresso-Teil.

Bedienung

Die Bedienung der Maschine gelingt wirklich leicht. Die Philips EP2231/40 meldet schon, wenn etwas nicht stimmt. Ist der Wassertank leer, leuchtet ein Warnlicht. Ist der Auffangbehälter nicht ganz eingerastet, leuchtet ein Warnlicht. Ist er voll, leuchtet ein Warnlicht. Eigentlich kann man gar nichts falsch machen. Somit ist der Vollautomat auch für Vollautomat-Neulinge leicht zu verstehen.

Inzwischen können sogar meine Kinder mir einen Kaffee machen oder sich Milchschaum machen.

Reinigung und Wartung

Auch hier glänzt der Philips EP2231/40 mit LatteGo Milchsystem. Die (tägliche) Reinigung gelingt soooo einfach. Denn den LatteGo kann man einfach auseinander bauen und in die Spülmaschine stecken (oder kurz ausspülen).

An dieser Stelle mal ein lautes ÄÄÄÄÄTSCHBÄÄTSCH an alle mit klassischem Milchaufschäumer.

Ist der LatteGo Becher noch nicht leer (ein kleiner Mini-Rest bleibt übrigens ohnehin immer im LatteGo zurück!), kann man ihn mit dem Deckel in den Kühlschrank stellen.

Alle ca. 12 Getränke meldet der Vollautomat, dass der Auffangbehälter geleert werden soll. der Auffangbehälter ist sehr flach und man muss ihn vorsichtig zur hoffentlich nahen Spüle tragen und dort nach hinten auskippen.

Auch diesen Teil kann man bis auf einen Trennsteg (warum eigentlich nicht?) in den Geschirrspüler verfrachten. Alle Teile, die man darin waschen darf, tragen ein Geschirrspüler-Symbol.

Etwas komplizierter ist die regelmäßige Reinigung der inneren Komponenten. So sollte wöchentlich die Brühgruppe unter fließendem Wasser abgespült werden. An diese gelangt man, indem man die Klappe hinter dem Wasserbehälter öffnet. Das Herausnehmen und Wieder Einsetzen der Brühgruppe ist nicht schwierig, sie passt nur auf eine bestimmte Weise.

Monatlich sollte sie mit der Philips Tablette gereinigt werden, um das Kaffeefett zu entfernen, alle 2 Monate mit dem Schmierfett geschmiert werden.

Der Wasserbehälter sollte wöchentlich unter fließendem Wasser abgespült werden.

Der AquaClean Filter muss regelmäßig gewechselt werden, gaaaanz selten muss die Maschine entkalkt werden.

Stromverbrauch

Ich finde auch immer den Stromverbrauch sehr wichtig. Bei Kaffeevollautomaten hört man ja Schaudergeschichten von 100 oder gar 300€ Stromkosten im Jahr.

Steckt man nur den Stecker ein, verbraucht die Maschine jedoch keinen bis minimalen Strom. 0 – 0,5Watt. Am Anfang nach dem Einschalten heizt die Maschine mit ca. 1500W auf und reinigt sich, wobei ca. 0,01kWh verbraucht werden.

Im Stand-By Modus (also an, aber ohne etwas zu tun) verbraucht die Maschine ca. 1 Watt. Sie geht aber nach ca. 30 Minuten von alleine aus.

Für eine große Tasse Kaffee (205ml) verbraucht die Maschine 0,02kWh, bei einer großen Einzeltasse Cappuccino verbraucht sie ca. 0,03kWh.

Für 360ml 84°C heißes Wasser werden 0,04kWh verbraucht. Zum Vergleich: für diese Menge Wasser benötigt unser Wasserkocher 0,05kWh.

Unsere uns nun über 10 Jahre treue Philips Gaia Kaffee-Filtermaschine* braucht für 5 Tassen von 205ml (also ca. 1 Liter) 0,09kWh.

Rechne ich nun auf das Jahr jeden Tag einen Liter Kaffee, bin ich bei der Filtermaschine bei 32,76 kWh (9,17€ bei 28 Cent je kWh) im Jahr. Beim Vollautomaten habe ich täglich 5*0,02kWh + 0,01kWh für das Reinigen1 + jährlich 5Cent Standby-Verbrauch je Aufheizzeit. Also zwischen 11,29€ und 15,58€ im Jahr, je nachdem, ob man einzelne Tassen oder alle nacheinander aufbrüht.

Selbst für Kaffee-Vieltrinker also ein zu vernachlässigender Betrag:

Je Tasse nicht mal ein Cent Stromkosten.

Fazit

 

Der Philips EP2231/40 Kaffeevollautomat mit LatteGo Milchsystem hat mich voll und ganz überzeugt. Der Kaffee ist lecker aromatisch, der Cappuccino ist ein einziger Genuss und es gibt unzählige Möglichkeiten, den Kaffee individuell zu verändern. Und trotzdem ist alles ist so leicht zuzubereiten und zu reinigen. Dazu sieht er auch noch elegant aus und verbraucht wenig Strom.

Das LatteGo Milchsystem ist eine geniale Erfindung, die einen tollen Milchschaum mit geringstem Aufwand verbindet.

Kritisieren kann ich lediglich winzige Kleinigkeiten wie z.B., dass der LatteGo Auslauf etwas zu weit vorn ist und dass der schmale Trennsteg des Auffangbehälters nicht mit in die Spülmaschine kann. Und dass die Zwei-Tassen-Funktion eigentlich eher sinnlos ist (da sie auch nur zwei mal dasselbe hintereinander tut) – bei Weglassen dieser Funktion hätte man vielleicht Kosten einsparen können, ohne dass ich sie vermisst hätte. Eine Nur-Milchschaum-ohne-Getränk-Möglichkeit oder sogar ein Kakao-Fach wäre natürlich noch das i-Tüpfelchen. Ansonsten habe ich keine weiteren Getränke vermisst. Wem die fehlen, so bietet die 5000er Serie bei höheren Kosten mehr Funktionen.

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