GARDENA Mähroboter SILENO city 500

Hätte man mich vor einem Jahr gefragt, was ich am liebsten mal testen würde, dann hätte ich ganz klar gesagt: einen Mähroboter.

Dank Alternate durfte ich nun tatsächlich den GARDENA Mähroboter SILENO city 500 kostenfrei testen, womit ein kleiner Traum in Erfüllung geht, und ich kann vorab schon einmal sagen: ich wurde nicht enttäuscht, sondern sogar positiv überrascht.

Vor dem Kauf eines Mähroboters stellt sich natürlich die Frage, wie groß ist überhaupt der Rasen? Dies lässt sich am besten mit dieser Methode herausfinden. ich war selbst sehr überrascht, dass es bei uns nur gute 400qm sind, hatte ich doch, bei über 1200qm Grundstücksfläche irgendwie mit mehr gerechnet.

Für diese Fläche ist der GARDENA Mähroboter SILENO city 500 also genau richtig, denn er ist für Rasenflächen bis 500qm geeignet. Der Name verrät außerdem, dass er besonders leise ist. Wir wohnen zwar nicht in der Stadt (ich glaube kaum, dass dort jemand 500qm Rasenfläche hat), aber gerade „auf dem Land“ wohnt man ja wegen der Ruhe.

Der SILENO city hat außerdem folgende Vorteile:

  • er ist leise! SEHR leise!
  • er kann Steigungen bis 25% bewältigen
  • er kann auch bei Regen mähen
  • er hat einen Diebstahlschutz (Zugangscode)
  • er hat programmierbare Mähzeiten, 2 verschiedene pro Wochentag
  • ist einfach mit dem Gatenschlauch zu reinigen
  • verbraucht nur 7 kWh Strom im Monat, also Stromkosten von unter 2€.
  • hat ein automatisches Handling enger Korridore
  • auch Nebenbereiche sind möglich
Alternate hat – inkl. Sendungsverfolgung – blitzschnell einen riesigen Karton geliefert und der DHL-Bote bestaunte/beneidete das Paket, dem mein Sohn schon laut schnatternd „endlich!“ entgegen lief.

Lieferumfang

In dem riesigen Paket befanden sich folgende Dinge:
  • der Mähroboter
  • die Ladestation
  • das 5m lange Netzteil
  • 150m Begrenzungsdraht
  • ein Niederspannungskabel
  • 200 Haken
  • 5 Anschlussklemmen
  • 4 Verbinder
  • 4 Schrauben für die Ladestation
  • Inbusschlüssel
  • Abstandsmesser
  • eine ausführliche Bedienungsanleitung
  • eine Kurzanleitung
  • einen Produkt Key zur Produktregistrierung

Als Werkzeug benötigt man:

  • eine Zange
  • einen Gummihammer

Abmessungen

Der Mähroboter ist ca. 54cm lang und 33cm breit. Der Durchmesser von Messerspitze zu Messerspitze beträgt 16cm. Von diesen bis zum vorderen Rand sind 20,5cm. Der vordere Rand befindet sich 7cm über dem Boden, an der Seite 5cm.

Die Installation

Zuerst einmal sollte man die ausführliche und leicht verständliche Anleitung durch lesen, hilfreich sind auch die Videos auf der Gardena Seite.

Nun mussten wir den optimalen Standort für die Ladestation finden. Vor der Ladestation müssen 2 Meter Platz sein, sie muss eben sein und die Sonne sollte nicht direkt drauf scheinen. Sie darf zwar im Regen stehen, ich habe mich jedoch für einen überdachten Platz entschieden: dem Unterstand für unsere Gartenmöbel, die in der Sommersaison ohnehin auf der Terrasse stehen. Direkt an der Schuppenwand war auch die Steckdose (im Schuppen) nicht weit, und dass es eine Nische war, würde keinerlei Probleme machen, wie ich später feststellen konnte. Die Ladestation ist leicht mit dem mitgelieferten Kabel anzuschließen, die Anschlüsse sind mit einer klebrigen Masse gegen Feuchtigkeit geschützt.

Man kann nun schon einmal den Roboter aufladen:

schaltet man den Mähroboter ein, möchte er erst einmal Sprache, Land, Datum und Uhrzeit wissen. Das Datum stimmte bei uns schon. Dann kann man zweimal seinen gewünschten Sicherheitscode eingeben. Danach bittet der Mäher um seine Ladestation. Los fahren wird er so noch nicht – denn wenn er kein Begrenzungskabel findet, fährt er keinen Meter.

Die Mähhöhe wird für den Anfang mit den schon voreingestellten 5 cm empfohlen (wöchentlich 1 cm zu verringern), dies lässt sich am Drehknopf unter der Klappe mit wenig Kraftaufwand einstellen.

Danach war also das Begrenzungskabel zu verlegen.


Unsere Rasenfläche geht an zwei Seiten um das Haus. Es ist kein besonders gepflegter englischer Rasen, sondern ein Spielrasen mit Bodentrampolin, Sandkiste, Schaukelgestell mit Rutsche inklusive Rasenlöchern im Bremsbereich, zwei Hügeln mit geschätzten 15° Gefälle zu den Ecken hin, ein paar Unebenheiten, die Wühlmäusen geschuldet sind, und – ja, Skandal – sogar Unkraut, vor allem dort, wo im letzten Sommer das Planschbecken stand. Den Benzinrasenmäher bekomme ich allein nicht an, sodass in der Vergangenheit bei Geschäftsreisen seitens des Herrn im Hause und Regen am Wochenende auch mal 3 Wochen nicht gemäht wurde, worüber sich vor allem das Unkraut gefreut hat.

Ich habe es aber auch gern hübsch, und so hat unser Rasen locker geschwungene Kanten, die mit einer ca. 15 cm breiten locker gelegten Ziegelsteinkante vom größtenteils gemulchten Beet getrennt sind (in weiser Vorraussicht, dass vielleicht mal ein Roboter die Arbeit verrichtet…und weil die Steine vom Weg Pflastern übrig waren)

Auf der Westseite geht der Rasen direkt an das Haus heran. Von solch hohen Gegenständen ist gemäß Anleitung 35cm Abstand zu halten. Ebenso am Zaun zu unserem großen Gartenteich. Zur leicht höher liegenden Terrasse gibt die Anleitung 30cm vor, da die Vorderkante des Mähers hier (leider nur teilweise) herüber reicht. Zu den ebenen Flächen (bis zu 1cm Unterschied) sollen laut Anleitung 10 cm Abstand eingehalten werden. Der Mäher mäht 15 cm über das Kabel rüber, sodass hier keine Rasenkante stehen bleibt, am Haus dagegen unschöne 20 cm.

Im Nachhinein würde ich noch ca. 5 cm dichter an das Haus und die Terrasse heran gehen, denn per Software kann man dies nachher ohnehin noch verringern.

Bei mir herrschte etwas Unsicherheit bzgl. etwas höher liegenden Rasenkantensteinen (ab und zu guckte mal einer 2 cm raus), dass es an der Terrasse an einer Stelle 10cm runter geht und an unserem befestigten Weg hinter dem Haus 5cm rauf, ich beschloss, dies später an den problematischen Stellen mit Erde aufzufüllen.


Das Kabel wird mit den beiliegenden 200 Haken ca. alle 70 cm im Boden befestigt und locker gespannt mit dem Gummihammer leicht eingeschlagen. Dies gelingt leicht, bei unserem nicht allzu geraden Boden und bei den kurvigen Rasenkanten habe ich aber tatsächlich alle Haken aufgebraucht, obwohl ich noch Begrenzungskabel übrig hatte. Man kann das Kabel auch bis zu 20cm tief einbuddeln, für den Anfang ist dies jedoch noch nicht zu empfehlen, falls man Änderungen vornehmen möchte.

Um das Trampolin herum musste ebenfalls Begrenzungsdraht gelegt werden. Hierfür biegt man vom nächstgelegenen Rand ab, führt das Kabel direkt zum Trampolin, in 30 cm Abstand um das Trampolin herum und direkt parallel in 0 cm Abstand wieder zum Rand des Rasens zurück. Das Kabel darf hierbei nicht überkreuzt werden. Etwas Schwierigkeiten hatte ich hier, da die Kabel sich in den Bodenhaken leicht übereinander legen wollten, da diese nur für eine Kabeldicke vorgesehen sind. Es war aber noch „nebeneinander genug“ für die Ladestation.
Der Mäher fährt über diese doppelte Verkabelung später übrigens einfach rüber!

Zum Schluss muss noch das Leitkabel von der Ladestation ausgehend verlegt werden. Die Anleitung gibt hier verschiedene Beispiele, bei unserem Rasen mit den zwei Hausseiten und der Ladestation genau an der Hausecke war dies nicht weiter schwierig – ich habe das Leitkabel einmal quer auf die andere Seite gelegt. Dort muss das Leitkabel an den Begrenzungsdraht angeschlossen werden. Vom Begrenzungsdraht sollte man vorher schon etwas Reserve für den Anschluss  des Leitkabels vorsehen.
In die beiliegenden Verbinder werden alle drei Kabel ganz eingeführt und dann muss man ganz ganz kräftig mit der Zange zu drücken. Ich hatte erst nicht ausreichend gedrückt und eine Fehlermeldung.
Unter der Ladestation kann man nun das Leitkabel durchführen und dieses sowie die zwei Begrenzungskabel mit den Anschlussklemmen an der Ladestation anschließen.

Wenn alles geklappt hat, leuchtet diese grün.

Die gesamte Installation hat bei mir ca. 4 Stunden gedauert.

Nun kann man auch schon Mähzeiten einstellen.

Der  GARDENA Mähroboter SILENO city 500 führt hier für Laien automatisch durch das Menü. Man kann seine Rasenfläche sowie die Wochentage auswählen und der Mähroboter schlägt eine Zeit vor. Bei unseren 400qm z.B. 8:30 – 16:50 Uhr. Mit den Pfeiltasten kann man diese Zeit noch ändern, z.B. auf 6:30 bis 14:50 Uhr. Im erweiterten Modus kann man ihn – z.B. wenn Nachmittags auf dem Rasen gespielt werden soll – ganz individuell einstellen auf z.B. 6:30 bis 12:30 und dann abends eine zweite Zeit mähen lassen, für jeden Wochentag unterschiedlich. Zu beachten: der Mäher hat eine maximale Betriebszeit (Mäh- und Ladezeit) von 11 Stunden vs. 13 Stunden Standby pro Tag. Wenn er also von Mitternacht an mäht, wird er also spät Abends die Arbeit verweigern und sofort wieder die Ladestation aufsuchen.

Anschließend drückt man die Start-Taste und dann kann es – nach voller Aufladung – los gehen.

Ab hier konnte ich eigentlich nur noch den Mähroboter genießen.

Die Arbeit war geschafft und der Mähroboter fuhr. Toll!

Erfahrungsbericht

Natürlich habe ich vorher nicht gemäht, obwohl man dies eigentlich tun sollte. Ich wollte einfach gut beurteilen können, was der Mähroboter schafft. Und so mähte sich die erste Schneise durch unsere Wiese.

 


Das tollste ist: er ist absolut SILENO! Man hört den leisen Elektromotor – das Geräusch kannte ich schon vom kleinen  Mini-Spielzeugroboter-Bauset meines Sohnes, verbunden mit dem „krrrrccchhh krrrrccchhh“ der Messer, die auf 16cm Breite den Rasen schneiden, vergleichbar etwa mit dem Geräusch, wenn ein Rasierer einen harten Männerbart stutzt. Dieses „krrrrccchhh“ wurde von Tag zu Tag mit der Rasenlänge weniger.

Mein Sohn hat etwa 10 Minuten im Garten gespielt, bevor er bemerkt hat, dass der Mähroboter schon fährt. Im Haus hört man ihn nur, wenn man direkt am Fenster steht und der Roboter davor vorbei fährt. Bei etwas Wind, der um die Ohren bläst, hört man ihn auch draußen nicht. So kann er auch Sonntags oder sogar nachts seine Runden drehen, ohne die Nachbarn oder uns zu stören. Er teilt sich den Rasen auch noch immer mit den Vögeln, die argwöhnisch beobachten, aber erst in unmittelbarer Nähe flüchten.

Der Mähroboter fährt zufällig gerade über den Rasen, über das Kabel hinaus, mit den Messern, je nach Winkel, ca. 15 cm, mit dem Gehäuse ca. 28 cm. Er fährt ein Stück zurück und dreht sich einen zufälligen Winkel in eine zufällige Richtung. So fährt er sich auch in kleinen Ecken nicht fest. Spuren vom Umdrehen konnte ich bislang nicht sehen.

Der Sileno City fährt problemlos über den teilweise sehr unebenen Rasen, der nach dem Winter bislang auch noch gar nicht gemäht wurde, und hinterlässt drei Spuren: die Seitenräder und das hintere Rad in der Mitte. Gerade auf dem morgens noch feuchten Rasen sieht man das deutlich. Die Halme werden problemlos abgetrennt. Meine eher unordentliche Rasenkante, auch die über 1cm heraus kommenden Steine, werden problemlos überfahren und die Rasenkanten hier sauber abgeschnitten. Mit dem an einer Stelle starken Gefälle zum Rand hin kommt er gut klar und legt hier brav den Rückwärtsgang ein. Auch die Fußmatte vor unserem Trampolin wird einfach überfahren.

Vom Gegenständen hält er bei dem von Gardena empfohlenen Abstand je nach Anfuhrwinkel noch ca. 4-7cm Abstand. Ich habe ihn also nach ein paar Tagen überall auf ca. 30cm Abstand verringert. Nur manchmal touchiert er die Gegenstände noch ganz leicht. Über das Roboter-Menü lässt sich der Abstand, den der Roboter das Kabel überfährt, nämlich noch verringern, jedoch leider nicht erhöhen.

Ist der Akku fast leer, sucht der Mähroboter selbständig die Ladestation. Dies hat bislang nie lange gedauert, im Roboter-Menü kann man die Suchzeit nachlesen. Hier ist ein Duchschnitt von 7 Minuten angegeben. Irgendwann fährt er über das Leitkabel, fährt – zur Vermeidung von Spuren in unterschiedlichem Abstand – links des Leitkabels  und dockt problemlos in der Ladestation ein, obwohl diese in einer Nische steht.

So ergibt sich über den Tag ein Rhythmus von ca. 5 mal Fahren und Pausieren, was jeweils etwa eine gute Stunde dauert.

Nach einem Tag sah der Rasen (nach der Winterpause noch gar nicht gemäht) noch unsauber gemäht aus, aber nicht mehr so eine Wiese wie am Tag zuvor. Ab dem dritten Tag konnte ich sagen „Oh, da ist gemäht!“. Inwieweit sich das Rasenbild durch das ständige Mähen und Mulchen langfristig verbessert, kann ich jetzt noch nicht sagen.


Das Schnittbild könnte, denke ich, etwas besser sein. Manche Halme werden sauber abgeschnitten, viele, trotz der ja noch neuen Klingen, auch fransig. Ich muss aber zugeben, ich habe vorher noch nie darauf geachtet, wie sauber unser großer das macht.

Nur direkt am Haus und Zaun und der Terrasse entsteht wie befürchtet eine unschöne Rasenkante. Wann wir dort wohl mal mit dem Rasentrimmer lang gehen?

Sicherheit

Natürlich fragt man sich auch: was ist bei Stromausfall? Haut der Mäher dann ab, weil das Begrenzungskabel nicht mehr unter Strom steht? Das habe ich gleich einmal ausprobiert, mit dem Ergebnis: der Mäher bleibt auf der Stelle stehen und sagt, dass er kein Begrenzungskabel findet.

Steht der Mäher einen halben Meter außerhalb des Begrenzungskabel, meldet er „Außerhalb des Arbeitsbereichs“. Er kann also gar nicht abhauen.

Gegen den Diebstahl hat man ja schon zuvor den Code eingegeben, leider schreckt das nur ein wenig ab, mitnehmen könnte ihn natürlich trotzdem jeder. Hier würde ich mir die Alarmfunktion zurück wünschen.

Mit der Produktregistrierung binnen 3 Monaten ab Kauf kann man die Garantie auf 3 Jahre verlängern und sein Produkt (gegen Diebstahl registrieren), so kann auch bei Vergessen des Zugangscodes geholfen werden. Zur Registrierung muss man Modell- und Seriennummer vom Aufkleber unter der Klappe des Mähers sowie den Product Key von der Garantiekarte eingeben.

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch liegt laut Hersteller bei 7kWh im Monat, also bei nicht einmal 2€ im Monat. Im Standby verbraucht die Ladestation ca. 2,5 Watt – die Begrenzungsdrähte müssen ja mit Strom versorgt werden. Es gibt auch noch einen Eco-Mode, der im Ladebetrieb oder außerhalb der Betriebszeiten den Strom in den Kabeln abschaltet. Ich habe für meine 400qm-Fläche  nach 4 Tagen 0,43kWh Stromverbrauch abgelesen. Das sind nicht einmal 4 kWh im Monat.

Wartung

Einmal die Woche kann der Mäher von unten mit einer Bürste gereinigt werden, bei schlimmerer Verschmutzung sogar mit dem Gartenschlauch. Leider verklebt die Lücke zwischen der Scheibe und den Klingen schnell mit Gras, sodass die Klingen sich nicht mehr so leicht drehen. Im Winter sollte der Mäher unbedingt frostfrei gelagert werden! Die Messer sollten alle 1-3 Monate gewechselt werden. Dann, wenn das Schnittbild schlechter wird.

Service

Leider hatten wir wohl das Montags-Modell erwischt, denn bei unserem Mähroboter tat sich anfangs leider gar nichts, die Start-Taste reagierte einfach nicht. Nach einigen Recherchen im Internet, im Roboter Forum, habe ich festgestellt, dass bei unserem SILENO CITY die Federn unter der Stop-Taste fehlen und diese somit ständig ausgelöst wurde. Sowohl Alternate als auch der Gardena Service boten unkompliziert einen Austausch an, sodass ich eine Woche später einen neuen Mäher da hatte.

Fazit

TOLL TOLL TOLL!!! 

Trotz der wenigen Nachteile (leicht fransige Stellen, Installation, stehen bleibender Rand), kann ich nur sagen, der GARDENA Mähroboter SILENO city 500 lohnt sich, denn man kann den Garten nun genießen mit einem tollen Mähergebnis bei idyllischer Ruhe. Der Kleine kommt mit den Unebenheiten unseres Rasens prima klar und ist so viel leiser als gedacht. Das Ganze bei geringem Stromverbrauch.

Jeder, der einen neuen Rasenmäher kauft und keinen Mähroboter nimmt, verschwendet eine Menge Zeit und Geld. 4 einmalige Stunden Installationszeit vs. ca. 30 Stunden im Jahr, die mein Mann (und sicher viele Männer) nach Feierabend noch schnell vor dem Abendbrot mähen musste. So ein Mähroboter ist definitiv den etwas höheren Anschaffungspreis wert, denn er schafft ein großes Stück mehr Lebensqualität.
Eine Idee, dass keine Rasenkante stehen bleibt, wäre wünschenswert.

Wie groß ist mein Rasen?

Für den Kauf von neuem Dünger oder aber eines Rasenmäherroboters braucht man ganz schnell mal die Rasenfläche, denn da kann man sich ziemlich verschätzen.

Na klar, wenn man vor seinem Reihenhäuschen noch 5×4 Meter rechteckigen Rasen hat, begrenzt durch Haus, Zaun, Carport, Weg, dann weiß man natürlich, das sind 20 qm.

Im Fall unserer Familie sind aber kurvige Beete rund um den Rasen angesagt. Auch da könnte man irgendwie mit dem Maßband rum gehen, die Formelsammlung wälzen und irgendwie raus bekommen, welche Packung Dünger man am besten kaufen sollte, aber es geht viel viel einfacher.

Per google maps.

  1. die eigene Adresse eingeben
  2. auf Satelliten-Ansicht schalten und soweit ranzoomen, wie möglich
  3. Rechtsklick auf den Garten und „Entfernung messen“ auswählen
  4. diesen ersten Messpunkt auf einen Grenzpunkt des Rasens legen
  5. mit weiteren Klicks die Rasenkante so gut wie möglich nach fahren
  6. den letzten Punkt wieder auf den ersten legen
  7. nun ist im weißen Kästchen sowohl der Umfang (z.B. für ein Begrenzungskabel) als auch die Fläche sichtbar

AEG SB 7-8000 Standmixer

Über das  AEG Testerportal durfte unsere Familie den AEG SB 7-8000 Standmixer kostenfrei testen. Dies beeinflusst selbstverständlich nicht unsere Meinung.

Der AEG SB 7-8000 Standmixer eignet sich hervorragend für wirklich „smooth“ gemixte Smoothies und passt mit seinem schicken Edelstahlgehäuse und dem Glaskrug sehr gut in die moderne Küche.

Der AEG Standmixer ist wirklich hübsch mit dem Edelstahlgehäuse und 1,65l fassendem bruchfesten Thermo-Glaskrug, der kälte- und hitzebeständig bis 90°C sein soll. Der schöne Sockel nimmt nur ca. 16x16cm Fläche ein, dafür ist der Mixer mit Deckel ganze 40cm hoch.

Der Standmixer hat einen starken 1000 Watt Motor mit bis zu 23000 Umdrehungen in der Minute und 4 „TruFlow“ Titan beschichtete Messer. Das graue Anschlusskabel ist 1,2 m lang und bietet so ausreichend Bewegungs- und Positionierungsfreiheit.

 


Der Mixer besteht aus dem Sockel mit 6 flachen Edelstahl-Knöpfen mit LED-Hintergrundbeleuchtung und dem Glaskrug mit einmal einem großen Deckel mit Loch, der außen Gummilamellen hat hat, sowie einem zweiten Kunststoffmessbecher, der das Loch im Deckel schließen soll. Dieser lässt sich eindrehen. Leider vermisse ich hier eine Skala. Der Glaskrug dagegen hat eine Skala, für Rechtshänder in Millilitern, für Linkshänder (also auf der Rückseite) mit internationalen Maßeinheiten. Der Krug lässt sich in jeder Richtung auf dem Sockel einrasten.

Unten an diesem Glaskrug ist ein weiterer „Sockel“ mit einem Gewinde befestigt, der das Messer samt Gummidichtung unten im Glaskrug hält, sodass die Motordrehungen über zwei Zahnräder aus Kunststoff auf das Messer übertragen werden. Zur Reinigung lässt dieser sich dieser Glaskrugsockel abdrehen und das Messer entfernen. Der Glaskrug hat dann ein Loch im Boden. Das Gummiband ist durch seine Ausbuchtungen gegen Verrutschen gesichert.

Bei unserer alten Küchenmaschine (mit breitem Mixtopf) hatten wir immer das Problem, dass Smoothies nicht smooth wurden, sondern vor allem von den Orangen noch eine Menge Stückchen im Glas waren, was das angenehme Trinken fast unmöglich machte. Daher waren wir natürlich sehr gespannt, ob sich durch den Vortex-Effekt (also den entstehenden Strudel/Wirbel) etwas daran ändern würde.

Also haben wir natürlich zuerst allerhand Obst geschält und gleich gemerkt: man muss das Obst auch klein schneiden, da sonst nichts passiert und das Obst oben über dem Messer liegen bleibt.

Daher haben wir alles kleiner geschnitten (Orangen, Kiwi, Banane), in ca. 2-3cm große Stücke, das Gerät über die Taste oben links eingeschaltet, und über die „smooth“-Taste alles richtig schön smooth gemixt.

Sobald etwas Flüssigkeit im Spiel ist, funktioniert der Vortex-Effekt perfekt. Alles wird schön nach unten in das Messer gesogen und – unter höllischem Lärm – wundervoll klein gemixt.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Leistung könnte nicht besser sein, der Smoothie passt durch jeden Strohhalm, und es ist kaum zu glauben, dass die Orangen nur geschält wurden und nicht ausgepresst. Über die High-Taste werden sogar die Kiwi-Samen noch klein gemixt.


Auch bei erhöhtem Schwierigkeitsgrad mit frischen harten Möhren gibt es keinerlei Leistungseinbußen. Diese haben wir erst auf der höchsten Stufe (high) durch geschreddert. Hierbei fällt auf, dass ein großer Teil der Möhrenstückchen grob oben liegen bleibt und nicht mehr nach unten fällt. Für den Vortex-Effekt sind die Möhren zu trocken.

Dies sollte sich aber schnell ändern, einfach durch die Zugabe von etwas Wasser und weiteren Zutaten nach Wahl – in unserem Fall Apfel und erneut Banane und Orange. Das Ergebnis war erneut ein perfekt glatt gemixter Smoothie.

Nach dem etwas längeren (ca 1 Minute) Mixen auf hoher Geschwindigkeit kann man jedoch etwas Kunststoff riechen. Hinterher habe ich im Bereich der Zahnräder etwas Kunststoffabrieb gefunden, der dies – denke ich – verursacht haben könnte.

Nach diesem Vitaminschock musste es nun aber etwas ungesünder werden.

Also habe ich mit der Pulse Taste (dann läuft der Motor nur so lange, wie gedrückt wird) ein paar Walnüsse gehackt und mit Möhre, Reismilch, etwas Zucker, Backpulver und Mehl ein paar leckere vegane Nuss-Möhren-Muffins gebacken. Zum Teig Mixen (auf der Taste low) ist der Mixer nicht ganz optimal, der Teig muss schon sehr flüssig sein, damit alles gleichmäßig durchrührt wird. Ich musste daher einige Male mit dem Teigschaber nachhelfen. Das Nüsse Hacken dagegen lief sehr gut!


Nun wollten wir aber noch mal die Ice-Crush-Funktion testen. Also: Eiswürfel hinein und die Crush-Taste links unten betätigt, und die Maschine macht von selbst erst riiiiesigen Radau, dann eine Pause, damit die verbliebenen Eiswürfel runter fallen können, dann wieder laut Radau, dann wieder Pause usw., bis die Eiswürfel nach kurzer Zeit zu Schnee geworden sind. Mit etwas Traubensaft dazu hat man so einen leckeren Eis-Slush, die Leistung hat wieder überzeugt.

Rein vom Funktionalen können wir an dieser Maschine absolut nichts aussetzen.

Nach der Benutzung kann man am besten erst einmal vorreinigen, indem man mit Wasser und etwas Spüli den Mixer einschaltet. Nach dem Auseinanderschrauben kann der Glaskrug, sowie die zwei Deckel, in die Geschirrspülmaschine.

Jedoch gibt es von mir auch ein paar Negativpunkte aufzuführen:

  • der Deckel mit den Gummilamellen wandert mit der Zeit durch die Vibration nach oben und springt auf.
  • Beim Einkippen kleckert oder sabbert der Glaskrug noch etwas nach.
  • bei größerer Anstrengung entsteht leichter Geruch von geschmolzenem Kunststoff, es ist auch etwas Kunststoffabrieb sichtbar – dies wird jedoch mit jeder Nutzung besser.
  • es gibt ein großes Sicherheitsrisiko: denn man kann den Mixer auch ohne Deckel betreiben. Wer neugierige und technikbegeisterte Kleinkinder im Haus hat, sollte den Mixer immer komplett weg räumen. Denn nach dem Einstecken des Kabels kann es direkt los gehen mit abgehackten Fingern. Die Knöpfe kann man sogar aus Versehen mal treffen, sie reagieren schon auf wenig Druck, und den Krug braucht man nur locker aufsetzen. Kinderleicht!
  • Einer der Knöpfe ist etwas schief verbaut und der Glaskrug hat an einer Stelle einen rauen Fleck in der Oberfläche. Die Verarbeitung könnte also noch verbessert werden.

Aufgrund der überaus zufrieden stellenden Mix-Leistung und der edlen Optik jedoch – außerhalb der Reichweite von Kindern – eine leicht eingeschränkte Weiterempfehlung für den AEG SB 7-8000 Standmixer für die Zubereitung leckerer Smoothies und mehr.

 

Splisstrimmer von splisstrimmer.ch

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Mein Haupthaar misst etwa einen Meter, unregelmäßig, da durch das jahrzehntelange Wachsen natürlich einige Haare auf der Strecke geblieben sind. Wie bei langen Haaren fast schon normal (üblich), habe auch ich trotz ölen und Spülungen in allen Längen mit Spliss zu kämpfen. Bislang habe ich mich jeden Sommer in den Garten gesetzt und in der Sonne fein säuberlich den Spliss mit der Schere raus geschnitten, indem ich die Strähnen durch die Finger habe gleiten lassen. Das hat üblicherweise Stunden gedauert und meist habe ich nach der Hälfte unterbrochen und wusste nicht mehr, wo ich mal angefangen habe.

Umso hoffnungsvoller war ich, dass diese Zeiten vorbei sind, als ich bei auf eine Werbeanzeige gestoßen bin für einen Splisstrimmer aus der Schweiz: Splisstrimmer.ch . Also einen Aufsatz für ein Haarschneidegerät, das eigentlich dasselbe macht wie ich mit meinem Finger, nur schneller. Das Ding musste ich haben!

Also nachgefragt, und es wurde mir für meinen Blog vergünstigt zur Verfügung gestellt, was meine Meinung selbstverständlich nicht beeinflusst.

Leider leider passt der Aufsatz nicht auf unser schon vorhandenes teures Haarschneidegerät von Philips, sodass ich ein Moser Haarschneidegerät dazu kaufen musste. Im Splisstrimmer.ch Shop gibt es das ganze im Set für 64,90 €, günstiger ist es aktuell, bei amazon.de einzeln den Splisstrimmer-Aufsatz und den Moser 1400+ Haarschneider zu kaufen. Als ich bestellt habe, war er dort jedoch gerade nicht erhältlich.

Der Aufsatz besteht eigentlich nur aus einem aufklappbaren Kunststoff-Teil, bei dem die Haare wie bei den Fingern über einen Steg geführt werden, sodass die Spitzen hoch stehen und abgeschnitten werden. Übrigens werden ALLE Spitzen abgeschnitten, nicht nur die geschädigten! Schon beim Ausprobieren ohne den Haarschneider ist es mir auseinander gefallen. Es lässt sich jedoch leicht wieder zusammen stecken.

Der Haarschneider selbst ist im Vergleich zu unserem Philips doch recht laut, und mit dem Kabel kann das Haare Schneiden leider nicht in den Garten verlegt werden. Wer da wert drauf legt, für den hat die offizielle Seite noch eine ganze Menge weiterer Modelle aufgelistet, die teilweise auch mit Akku funktionieren.

Sodann, meine gewaschenen Haare habe ich entgegen der Anleitung nicht geglättet, denn meine Haare werden weder geföhnt noch gefärbt noch geglättet noch gelockt noch mit Silikonen behandelt. Ich möchte sie mit dem Glätten nicht zusätzlich schädigen. Sie sind aber von Natur relativ glatt.

Es braucht einige Strähnen Übung, bis die Haare gerade eingeklemmt sind und brav über den Kamm laufen. Nach dem ersten Durchfahren der Strähne habe ich noch eine Menge Spliss gesehen. Na klar, denn wenn sie gerade „unten“ in der Strähne sind, werden die Spitzen von den anderen Haaren unten gehalten und stehen nicht hoch, um mit abgeschnitten zu werden. Am besten ist es, die Strähne so, wie sie raus kommt, zu nehmen, und genau anders herum wieder einzulegen. Die Anleitung gibt 1-5 mal vor, jedes Mal werden bis zu 5mm abgetrennt. Da bei meinen Haaren teilweise auch weiter oben Brüche sind, finde ich im Schlimmsten Fall auch verlorene 2,5cm nicht so schlimm.

 

Es dauert ca. eine halbe Stunde, bis man den gesamten Kopf geschafft hat. Das ist eindeutig schneller als meine sommerliche Garten-Spliss-Schnitt-Prozedur.

Auch während der Anwendung ist mir übrigens einige Male der Aufsatz auseinander gebrochen.

Der Splisstrimmer erwischt tatsächlich mehr Spliss, als wenn man es von Hand schneidet. Vereinzelt findet man noch Spliss, der vom Gerät übersehen wurde, aber nur vereinzelt, ich würde sagen, es werden ca. 95% der Spitzen erwischt bei ca. 5 mal Durchfahren der Strähnen.

Insgesamt finde ich, sehen meine Haare leider nicht spürbar ordentlicher aus, denn es gucken die einzelnen Haare nach wie vor mit den unterschiedlichen Haarlängen aus dem Büschel heraus. Sie haben nur größtenteils keinen Spliss mehr und es fühlt sich etwas glatter an. Würdet ihr erkennen, welches das Vorher- und welches das Nachher-Bild ist?

Vorher
Nachher

 


Das Waschbecken sieht danach allerdings übelst aus. Es wurden neben kurzen Enden auch ein paar Strähnen länger (ca. 10cm) abgeschnitten. Diese sind wohl irgendwie schief rein geraten :/

Auch nach Tagen sehe ich nur vereinzelt weiße Punkte an den Enden, oder die Haare, wo der Spliss einfach noch weiter oben war – es wurde also schon auch sauber abgeschnitten.

Fazit: es funktioniert schon recht gut, so gut, wie es nach diesem Prinzip geht, es könnte aber noch etwas stabiler gebaut sein. Dafür, dass es nur zwei Stücke Plastik und eine kleine Feder sind, ist das ganze ziemlich teuer, kosten doch andere Aufsteckkämme für solche Maschinen nur wenige Euro.

Ich freue mich aber über die in Zukunft gesparte Zeit, und werde den Splissschnitt nicht mehr so lange rauszögern, weil es nun viel einfacher und schneller geht.

DIY Kletterwand für das Kinderzimmer

Töchterchen wünschte sich zu Weihnachten Puppe Nr. 5 und Playmo-Set Nr. 39…was sie aber eigentlich richtig gern macht, und was im Winter zu kurz kommt, ist klettern und hangeln. Auf dem Spielplatz hangelt sie inzwischen begeistert nicht nur runter, sondern auch wieder nach oben und unsere Raumspartreppe klettert sie auf der Unterseite schräg nach oben, um sich dann herunter zu hangeln. Ich habe daher beschlossen, ihr eine Kletterwand in das Zimmer zu bauen. Das ganze (natürlich, ein Weihnachtsgeschenk hat auch eine Obergrenze) möglichst kostengünstig, aber umbaubar.

Es gibt schon einige Fertig-Kletterwände zu kaufen, an die nur noch Klettergriffe angebaut werden müssen. Diese haben jedoch Formate wie z.B. 120x60cm für 60€. Aber davon bräuchte man ja schon mindestens 4. Grundlage war daher für uns eine große OSB-Platte ohne Nut und Feder mit den Maßen 1,25 m x 2,50 m.

Hier unsere Materialliste

  • OSB-Platte 1,25m x 2,50m x 22mm. Noch besser ist 25mm Dicke. (ca. 27€)
  • 2 x Kantholz 3m x 54mm x 54mm Fichte. Hier kann auch ein anderes Format genommen werden. (14€)
  • ca. 20 Klettersteine, die für Kinder geeignet sind.
    [Anzeige] Ich war ganz begeistert von diesem lila Klettersteinset von X-Climb.
    Denn: Mädchenfarbe sowie die richtige Anzahl. Andere Sets hatten leider nur 15 Steine oder gleich 35 [/Anzeige] (43,99€)
  • M10 Einschlagmuttern, in meinem Fall 105 Stück. Bei X-Climb kann man diese auch einzeln mitbestellen, mein 100er Pack habe ich aber woanders gekauft. (ca. 6,50€)
  • 20x M10 Zylinderschrauben. Ich habe ein 50er Set bei den Einschlagmuttern mitbestellt, sonst wären doppelt Versandkosten angefallen (7,50€)
  • Spanplattenschrauben gemäß des gewählten Kantholzes. Bei mir 5x60mm Torx, gleich 100 Stück für zukünftige Baumaßnahmen (<5€)
  • etwas Hartöl oder Holzlasur
  • Befestigungsmöglichkeit (Haken, Seile oder Holzreste als Abstandshalter)
  • wenn nicht vorhanden: eine Turnmatte, die breit und tief genug ist. [Anzeige] Ich durfte zum Glück diese tolle Weichbodenmatte kostenfrei testen [/Anzeige] oder eine alte große Matratze.
  • etwas Filz und doppelseitiges Klebeband

Somit sind wir – ohne Turnmatte – bei ziemlich genau 100€ Materialkosten.

Werkzeugliste

  • Bohrmaschine + Bohrer 12mm
  • Winkel
  • Gliedermaßstab
  • alte Holzlatte/Holzbrett mind. 1,25m
  • Hammer
  • Akkuschrauber mit passendem Bit
  • roter Stift + Malerkrepp
  • Stichsäge
  • Exzenter- oder Schwingschleifer
  • Innensechskant

Bauanleitung

Zuerst muss man die riesige OSB-Platte mal nach Hause bekommen. Sie wiegt ca. 40kg, geht also so als Mama und Papa gerade eben auf das Auto zu heben und zuhause vom Auto ins Haus. Das Ding ist wirklich gigantisch und man sollte sich im Falle eines Geschenkes vorher schon mal eine Ausrede einfallen lassen, wofür die denn bitte ist.


Dann braucht man ein Raster. Ich habe mich mit einem Randabstand von 10-20cm für ein Dreiecksraster entschieden, also jede Reihe versetzt, in 15cm Abstand, mittig Ganz wichtig: vor dem Einzeichnen der Punkte noch mal die Platte nach messen, unsere war nämlich 1,265 x 2,51 m groß, sodass ich es ein wenig verschieben musste.

Ich habe schon einige Anleitungen gelesen, bei denen das Raster auf die Platte gekritzelt wird. Jedoch bohrt man von der Vorderseite (da auf der Rückseite die Bohrlöcher unsauber werden) und ich persönlich möchte die Vorderseite optisch einwandfrei lassen und nicht mehr überstreichen. Ich mag die holzige Farbe.

Hier kommt die alte Latte ins Spiel. Hierauf kann man die Abstände der Punkte einzeichen, in meinem Fall 13,5 und dann immer 7,5cm Schritte. Nun habe ich in der Länge im richtigen Abstand (erst 20cm, dann 15cm) Klebebandstücke aufgeklebt. An diesen habe ich dann, mithilfe eines Winkels, im rechten Winkel die Latte mit den Punkten aufgelegt und jeden zweiten Punkt auf der OSB-Platte markiert. Bei der nächsten Reihe dann mit dem zweiten Punkt begonnen, da es ja versetzt sein soll.


Danach wurden dann mit einem 12mm Bohrer alle 105 Löcher gebohrt. Dies sollte man von vorn machen, da die Bohrlöcher nach hinten hin etwas ausbrechen.


Ich habe danach die Platte auf den Flächen und an den Kanten fein abgeschliffen und 2x (mit Zwischenschleifen, da sich die Fasern noch aufstellen) geölt mit Hartöl und danach Lasur, was wir – Holzhaus – ohnehin immer da haben. Oder man streicht die Platte sogar weiß oder bunt. Unsere Tochter malt mit Vorliebe Möbel an. So lässt es sich leichter abwischen. Außerdem fängt man sich im rohen Zustand leicht mal einen Splitter ein.


Nun werden von hinten die Einschlagmuttern eingehämmert. Dabei können auch schon toll die Kinder mithelfen. Besser Handschuhe anziehen, nach den 105 Einschlagmuttern hatte ich doch eine Blase an der Hand.


Das Kantholz habe ich auf der Unterseite mit der Stichsäge und anschließend mit dem Exzenterschleifer abgerundet – so kann man die Kletterwand am Anfang nach hinten neigen, später, wenn die Kleine in der Senkrechte Langeweile hat, kann sie aber auch nach vorn gekippt werden. Ich habe unten und oben hinten noch Filz mit doppelseitigem Klebeband aufgeklebt, damit es keine Macken im Dielenboden und an der Wand gibt)


Auf diese Kanthölzer habe ich nun mit den Torx-Schrauben die Platte aufgeschraubt (Vorbohren durch die OSB-Platte, am besten mit Versenker) nicht vergessen! Unten und oben jeweils ca. 10cm Abstand. Unten, weil hier ja ohnehin die Matte liegt und darunter eingeklemmt würde, oben, um sie leichter befestigen zu können und um etwas Sicherheitslänge zu haben für das Kippen gegen die Dachbalken.


Nun kann man die  Platte schon einmal an ihren Bestimmungsort gestellt werden (wir haben Töchterchen mit einer kleinen Packung Gummibärchen bestochen, wenn das riesige Ding bis Weihnachten bei ihr stehen darf, denn im Wohnzimmer müsse ja schon der Weihnachtsbaum stehen) und man kann sich eine Befestigung für die Wand einfallen lassen. Z.b. mit großen Wandhaken und Seilen.

In unserem Fall haben wir die Deckenbalken frei. Die Platte kann also gar nicht mehr als 30cm nach vorn kippen. Das heißt, ich musste mir nur aus einer Dachlatte Abstandshalter bauen, damit die Platte senkrecht hinten an der Wand bleibt.


Nachdem unsere Tochter zu Weihnachten dann erst mit fragenden Blicken die tollen, [Anzeige] farblich passenden lila Klettersteine von X-Climb [/Anzeige] ausgepackt hat, wollte sie diese natürlich sofort dran haben. Wir haben sie so verteilt, wie wir dachten. Erst die größeren Steine zum Festhalten, dann die kleinen dazwischen. Erstmal nur locker die Schrauben rein gedreht.


Sie müssen dann mit einem großen Innensechskantschlüssel mit 25nm Anzugskraft befestigt werden. Das heißt, nach 10cm müssen 25kg nach unten ziehen. Bei uns hat sich unser 20kg schwerer Sohn ans Ende des Inbusschlüssels gehängt. So wussten wir dann etwa, wie fest die Schrauben sein müssen. Das ist schon ganz schön fest, die OSB-Platte knirscht dann schon leise, weil die Einschlagmuttern noch tiefer in das Holz gezogen werden und die Steine halten am Ende wirklich bombenfest.


[Anzeige] Bevor sie nun klettern durfte, musste natürlich auch die neue tolle Turnmatte von WolfWise aufgeklappt und davor gelegt werden. Die klassischen Crash Pads waren mir zu klein (wann landet ein Kind denn auf genau dieser Stelle?), eine 30cm dicke Turnmatte aus dem Sporthallenbedarf überstieg – da im vierstelligen Bereich – unser Budget und war bei nichtmal 1,5m Tritthöhe auch etwas übertrieben, eine Matratze zu weich (Umknickgefahr) und wir haben auch nur beschränkt Platz, ich wollte gern etwas klappbares.
Die WolfWise Matte wurde mir zum Testen kostenfrei zur Verfügung gestellt und passt mit den 1,20m von der Breite genau vor die Kletterwand und ist mit 1,80m Tiefe genug, einen Fall auch dann aufzuhalten, wenn das Kind flach nach hinten fällt oder auch erst auf den Füßen landet und dann auf dem Po oder sogar Kopf.
Die Dicke ist gute 5cm und man sinkt nur minimal ein (vielleicht so 1cm). Es besteht also keine Gefahr, bei einer Landung den Fuß umzuknicken und man kann auch drüber laufen oder toll darauf turnen, ohne zu versinken. [/Anzeige]


Unsere Tochter hatte schon nach wenigen Minuten den Dreh raus, bis nach oben zu kommen, sodass wir die Klettersteine schon ausdünnen können oder die Kletterwand mit Überhang nach vorn kippen können, oder aber ihr die Schraubenenden mit Farbaufklebern markieren (ich wollte keine zusätzliche Unruhe im Kinderzimmer, daher hatte ich mich für die eine Farbe entschieden) , sodass sie wie in der Kletterhalle nur eine Farbe nehmen „darf“. Sie klettert auch barfuß oder sockfuß hoch, obwohl ich finde, dass es ganz schön weh tut an den Füßen. Ihr doppelt so alter Bruder dagegen hat es noch nicht ganz bis oben geschafft. Es hängt also wirklich vom Kind ab.

Dass man 8-10 Steine pro Quadratmeter haben sollte bei Kindern, kann ich aber so nicht bestätigen. Das wären bei uns sogar 24-30 Stück gewesen. Dies trifft wirklich nur auf unterschiedliche Farben zu. Ich finde 15-20 hier wirklich ausreichend.

 

gefilzter Adventskranz

Jahrelang habe ich mich abgemüht, jedes Jahr wieder einen Kranz aus Tannengrün zu binden, mit dem Ergebnis, dass dieser viel zu viel Platz auf unserem kleinen Tisch wegnahm und irgendwann nadelte. Außerdem mag ich eigentlich gar kein Tannengrün. Daher musste eine besser Idee her.

Ich mag die warme Kuscheloptik von Filz wirklich sehr, daher habe ich schon vor 2 Jahren einen Filzkranz hergestellt. Schööön klein, damit nicht alle von dem riesigen Ding genervt sind.

Als Grundlage habe ich mir einen kleinen Kranz aus Bast und Draht gebunden, um einen Rest Gartenschlauch herum. Dieser ist wirklich nur gute 15cm im Außendurchmesser. Wenn man einen größeren Esstisch hat, sind auch der Größe des Kranzes natürlich keine Grenzen gesetzt.

 

Dann die Vorbereitung für das Filzen. Ich bin nur ungeduldiger Gelegenheitsfilzer, daher habe ich kein Profi-Equipment. Wachstischdecke, Handtücher und darauf, für jeden, Bambus-Tischsets oder Legoplatten sowie etwas Luftpolsterfolie. Heißes Wasser, mit Seife hineingeraspelt, in die Mitte des Tisches. Schon kann es los gehen.

Man beginnt erst einmal, den Bast-Kranz dünn mit grüner Wolle zu umwickeln. Erst rund herum, dann einmal längs und noch einmal rund herum (also in entgegengesetzten Richtungen). Dann heiß Wasser drauf und vorsichtig mit Luftpolsterfolie darauf streicheln, erst weniger fest, später fester, bis der ganze Kranz grün und einigermaßen fest (eine Fläche) ist.

 


Dann kommt die Kinderarbeit ins Spiel. Zumindest meine Kinder wollten unbedingt mithelfen beim Gestalten, und dieser Schritt ist kinderleicht, da können alle mit großem Erfolg mit helfen. Man nimmt lange dünne Streifen der Wolle, hierfür vorzugsweise so viele Grüntöne, wie man hat. Die Streifen werden leicht bewässert. Dann rollen, zuerst nur leicht, dann immer stärker, und nach wenigen Minuten sind die Filzbänder ausreichend fest.

 


Dann wird der Filzkranz mit den verschiedenen Bändern umwickelt und am Ende verknotet (unter die letzte volle Umwicklung stecken).

Nun ist der Kranz selbst auch schon fertig. In kaltem Essigwasser auswaschen und trocknen lassen.


Anschließend kann der Kranz individuell gestaltet werden. Ich habe Holz-Kerzenständer daran gebunden (Draht durch gesteckt und unten verdreht).

Wie bei einem Tannen-Kranz denken wir uns jedes Jahr etwas Neues aus, wie wir den Kranz gestalten können. Je nach Beteiligung der Kinder wird das ganze dann mal bunter, mal schlichter.

Hier einige Beispiele der letzten Jahre.


Viel Spaß beim Nachbasteln 🙂

Bauknecht Waschmaschine WA SOFT 7F4

[Anzeige] Nachdem unsere alte Waschmaschine nach 12 Jahren mit geklebtem Türverschluss, mit Fahrradflicken geflickter Dichtung sowie der Tendenz, beim Schleudern aus der Küche zu wandern und das Geschirr aus den Schränken zu werfen nur noch eine tickende Zeitbombe war, war ich überglücklich, im Rahmen der Mediamarkt Testpiloten eine niegelnagelneue Waschmaschine der Firma Bauknecht kostenfrei testen zu dürfen, und zwar die Bauknecht Waschmaschine WA SOFT 7F4.

Aus dem mittleren bis günstigen Preissegment ist die Bauknecht WA SOFT 7F4 für mich ein klarer Preisleistungssieger, da sie mit bei gleichzeitig geringem Stromverbrauch (Energieeffizienzklasse A+++) mit einer Menge Zusatzfunktionen und – für mich besonders wichtig – leisem Schleudern punkten kann.

Diese Waschmaschine hat die Standardmaße (HxBxT): 85×59,5×54 cm, kann also fast jede vorhandene Waschmaschine ersetzen. Sie ist sogar wenige Zentimeter kleiner als die alte, hat aber dafür eine gefühlt gigantische Trommel und Trommelöffnung. Diese mit dem schwarzen Bullauge wirklich schick aus. In die Trommel passen ganze 7kg Wäsche. Die Tür lässt sich einfach zudrücken. Die Waschmaschine lässt sich einzeln über einen Knopf anschalten. Die Gebrauchsanleitung gibt hier 8W als Leistungsaufnahme an, im Off-Mode nur 0,5W. Dies hat mein Energiemessgerät so auch bestätigt.

Zuerst sollte mit der Selbstreinigungsfunktion gewaschen werden. Diese Funktion ist etwas versteckt und kann durch 5-Sekunden-langes Drücken der Taste P aktiviert werden.

Dann kann es aber auch schon los gehen mit der richtigen Wäsche. Das Spülmittelfach hat – optional einbaubar – eine tolle Anzeige für Flüssigwaschmittel. So hat das mühevolle Abmessen mittels Messbecher ein Ende, sowie Fächer für Vorwäsche und Weichspüler.


Die Bauknecht WA SOFT 7F4 kommt mit 14 verschiedenen Programmen, zusätzlich Spülen und Schleudern. Diese sind brav in der Anleitung aufgelistet, und auch jetzt studiere ich jedes Mal angestrengt diese Liste und frage mich, welches Programm ich denn heute nur nehmen soll.

Unter anderem das neue Antiflecken100 – dieses soll mehr als 100 Flecken bei nur 40 °C entfernen, ganz ohne Vorbehandlung. Dies wollte ich natürlich zuerst ausprobieren, schließlich hat die völlig versiffte weiße! Küchengardine, die immer etwas auf die Küchenarbeitsplatte genau bei der Spüle hängt und kürzlich einen Unfall mit einer Himbeere erlebt hat, nur auf diese Erfindung und dann auf die Anlieferung der neuen Waschmaschine gewartet. Niemals hätte ich an die Effizienz geglaubt, doch offensichtlich gehören auch Himbeeren auf die 100 Flecken Liste. Die Gardine strahlt wieder hell und weiß (das Bild unten ist vom Vorher-Zustand…sie ist nun wirklich wie neu). Bei wirklich proppevoller Ladung hat dieses Programm dafür jedoch auch 1,19kWh verbraucht. Nicht auf der 100 Flecken Liste scheinen jedoch „alte Flecken“ zu stehen. Bei diesen (z.B. vergilbter Kragen) hat das Programm leider versagt.

 


Das Bettwäsche-Programm verbraucht bei mir vollgestopft bei 60°C etwa 1,05kWh und liegt damit laut Stromverbrauchstabelle etwa im Mittelfeld. Die Wäsche war dann aber auch wirklich sauber.

Das Öko-Baumwolle sowie das Buntwäsche-Programm sind für mich die klaren Sieger als das normale Wäscheprogramm. Sie verbrauchen beide um die 0,89kWh, vollbeladen. Nur braucht das Öko-Baumwolle-Programm eine Stunde länger. Die Alltagsflecken (meine Kinder sind noch im Kleckeralter) gehen auch hier, mit Öko-Waschmittel und etwas Fleckensalz, zuverlässig raus.

Sollte man wirklich mal weniger Wäsche haben (in meinem Fall wohl erst, wenn die Kinder aus dem Haus sind), dann ist die EcoTech Mengenautomatik sehr nützlich. Diese optimiert den Wasserverbauch mit Sensortech- nologie.

Es gibt noch einige Sonderprogramme, z.B. für Daunen oder das mit dem mit dem Woolmark Green Zertifikat ausgezeichnete Wolleprogramm, und auch für Dunkle Wäsche gibt es ein extra-Programm, dessen Effekt sich sicher erst im Langzeittest bei jetzt noch neuen Wäschestücken zeigen wird. Außerdem ein Kurzprogramm für Flecken: das 45′ Flecken-Programm. Füllmenge sowie Stromverbrauch sind bei diesen Programmen deutlich geringer, ebenso wohl die Häufigkeit der Anwendung. Leider konnte das Daunenprogramm in den 1:30h Waschzeit nicht den Müffelgeruch aus dem auf dem Boden eingelagerten Daunenschlafsack bekommen.

Eines jedoch haben alle Programme, wohl dank des verschleißresistenten Dynamic Inverter-Motor gemein:

Sie sind soooooo leise. Das Datenblatt gibt hier 51/81 dB(A). Während bei meiner alten Waschmaschine fast das Geschirr aus dem Schrank gefallen ist und jegliche Konzentrationsarbeit oder auch das gemeinsame Mittagessen abrupt ein Ende fand, kann ich bei dieser Waschmaschine konzentriert weiter arbeiten. Das erste Mal beim Schleudern dachte ich „welcher Nachbar hämmert denn da draußen irgendwo?“. Das lauteste an der Waschmaschine ist das Einlaufen des Wassers, also wenn der Hahn geöffnet wird. Das Ergebnis des Schleuderns (1400U/min) ist sehr gut, gefühlt trockener als bei meiner alten.

Wie auch meine alte Waschmaschine kommt die Waschmaschine mit Kindersicherung und Startzeitprogrammierung, Drehzahlreduzierung beim Schleudern, Einstellung der Waschintensität, Temperatur und Vorwäsche.

Man hat hier ein günstiges Markengerät bei einer Vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten und sehr guter Reinigungsleistung. Das Preis-Leistungsverhältnis ist hier wirklich sehr gut und ich kann sie guten Gewissens weiter empfehlen.

 

Kaffee-Badebomben

Erst einmal damit angefangen und die Rohstoffe beschafft, sind Badebomben eine super Geschenkidee – etwas Selbst-Gebasteltes für Eltern, Oma und Opa und die Tanten, Freunde, Nachbarn und und und …von Herzen, aber es steht nicht rum und braucht sich auf. Leider viel zu schnell…so schnell, dass meine Nachbarin noch vor Weihnachten fragt, wann ich mal wieder welche mache…sie würde die auch bezahlen.

Hier das Rezept meiner Kaffee-Badebomben, die man eigentlich sogar essen können müsste…

Zutaten-/Materialliste:

  • 300g Natron (Natriumhydrogencarbonat)
  • 150g Zitronensäure
  • 50g Maisstärke
  • 50g Milchpulver (Babyabteilung Drogerie, pre-Nahrung)
  • 40g Kakaobutter
  • 10g Duftöl Kaffee
  • etwas Kaffeepulver, vielleicht Kaffeebohnen
  • etwas reinen Alkohol (ca. 30ml)
  • Schüssel + Löffel
  • Badebombenformen aus Alu (optional. Ich habe diese und bin sehr zufrieden, man hat dann 200g, 125g, 75g und 50g Kugeln)

Die Kakaobutter im Wasserbad schmelzen (es reicht schon heißes Wasser aus dem Wasserhahn). In einer Schüssel alle Zutaten bis auf das Kaffeepulver vermischen. Den Alkohol nur so weit zu geben, bis es ganz leicht feucht ist. So wie nicht ganz trockener Sand. Es klumpt dann, wenn man doll drückt. Feuchter sollte es aber nicht sein.

Dann ein wenig Kaffeepulver zu geben und unterrühren, sodass es marmoriert aussieht, oder direkt in die Formen, als Deko. Ganz nach Belieben.


Dann alles in den Badebombenformen zusammenpressen, so viel, dass es an der Seite etwas raus gequetscht wird.

Wenn man keine Formen dafür hat, gehen auch z.B. kleine Silikoneiswürfelformen oder  Mini-Guglhupfformen. Oder einfach gaaaanz fest mit den Händen zusammen drücken. Dann werden es halt eher unförmige Klumpen. Man kann die Masse übrigens auch so anfassen, wenn man keine offenen Wunden hat.

Danach über der Heizung einen Tag trocknen und anschließend luftdicht verpacken. Die ganz großen Kugeln sollten unten noch in der Form drin sein, da sie sich durch ihr Gewicht selbst platt drücken könnten.

Die Zutaten können auch leicht angepasst werden, also z.B. Milchpulver und Maisstärke in der Masse verändern oder weglassen, Natron und Zitronensäure müssen aber dasselbe Verhältnis haben (immer 2:1). Natron und Zitronensäure kaufe ich im 5kg-Paket über ebay.

DIY Schüssel mit dem 3D Pen

Ich brauchte ein Geschenkkörbchen / Tablett für einen Verwandten. Aber: alle Körbchen, die wir noch so hatten, waren schon weggegeben. Also dachte ich, warum zeichne ich nicht eine Schüssel mit dem 3D Stift? Das ist auch viel Persönlicher.

Gesagt getan.

Dafür habe ich zuerst einen Teller in passender Größe auf der Unterseite mit Alufolie umwickelt. Hier geht sicher auch eine tiefe Schüssel, je nachdem, was man drauf legen möchte. Ich brauchte eher eine Platte als eine tiefe Schüssel.

Dann habe ich 5m weißes PLA Filement in unseren 3D Stift eingelegt und einfach mal angefangen, zu malen. Ich habe mich für Kreise entschieden, denn da kann man nicht viel falsch machen. Beim 3D Stift muss man ja vor allem schnell sein und kann nicht großartig nachdenken. Kreise kann man schnell weiter malen. Also ein großer Kreis mit ein paar kleinen und großen Kreisen drumrum, jeweils immer fast doppelt gemalt mit Richtungswechsel wie bei einer Acht, nur dass dann der nächste Kringel angefangen wird. So muss man nicht absetzen.

Wenn der Teller voll ist, einfach die Alufolie vom Teller und schließlich von der Schüssel entfernen. Ich habe für einen flachen Essteller die vollen 5m meiner weißen Farbe aufgebraucht. Das hat gerade so gereicht, am Ende musste ich schon ziemlich sparen und mit größeren Kreisen etwas Fläche rausholen.


Die Schale ist nun nicht besonders formstabil, man kann sie biegen, aber als Zusammenhalt für kleine Leckereien eine gute Notlösung mit persönlicher Note.

Viel Spaß beim Nachmachen!

 

Philips SceneSwitch – Dimmerschalter Adé

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Wir hatten mal Drehdimmer. Damals, in der Ära der Glühbirnen. Dann kam die Ära der Energiesparlampen und die Komplikationen fingen an: statt gedimmtem Licht nur noch Flackern, selbst bei den „dimmbaren Energiesparlampen“, denn wir hatten ganz besondere Drehdimmer, die auch mit dimmbaren Energiesparlampen nicht kompatibel waren. Die Drehdimmer gingen dann kaputt und wir haben uns entschlossen, anstatt diverse Drehdimmer mit diversen dimmbaren Energiesparlampen auszuprobieren, uns von der Idee kuscheligen Lichts zu verabschieden und ganz normale Kippschalter einzubauen. Auch die LED-Birnen haben an unserer Entscheidung nichts geändert. Doch Dimmerschalter haben nun offiziell ausgedient.

Ich war ganz begeistert, als ich von dieser genialen Möglichkeit gehört habe: die dimmbaren LED-Lampen „SceneSwitch“ von Philips und ich wollte sie unbedingt ausprobieren. Über Markenjury wurden mir drei dieser Birnen sogar kostenfrei zum Testen zur Verfügung gestellt.

Die Funktion zusammenfassend erklärt:

Man dreht diese LED Lampen einfach anstelle der vorhandenen Leuchtmittel ein. Durch wiederholtes Aus-Ein-Schalten kann man die Lichtstärke und Lichtfarbe ändern. Von 100% auf 40% auf 10%. 

Und komplizierter kann man es auch schon nicht erklären, so einfach ist die Idee.

Zusätzlich merken sich die Lampen die Einstellung, was natürlich sehr schön ist, wenn man nach dem Zubettbringen abends nicht gleich morgens mit 100% die Kinder aus dem Bett werfen muss.

Mein Testpaket bestand aus drei Birnen:

Philips SceneSwitch Kerze E14

Sie ersetzt eine 40W Kerzenbirne. Diese Lampe durfte unser Sohn in seine Nachtlaterne einbauen. Diese leuchtete bislang schön hell, um abends im Bett noch etwas vorzulesen, aber zum Kuscheln danach und Einschlafen oder nachts kurz Aufstehen fand ich sie immer viel zu ungemütlich. Die Philips Kerzenlampe ist klar und hat innen einen „Kristall“ und passt somit noch viel besser in die Blechlaterne.
Dies war die erste dieser Birnen, die wir einbauten und sie hat uns sofort überzeugt. Bei jedem Aus-An wurde sie etwas dunkler und wärmer (von 100%/2700K/4oW  auf 40%/2500K/20W auf 10%/2200K/5W), und wenn wir nach dem Ausschalten ca. 10 Sekunden warteten, wurde sie in der gleichen Helligkeit (oder Dunkelheit) wie zuvor eingeschaltet. Gerade für das nächtliche Aufstehen eine Wohltat, nicht von 100% Licht geschockt zu werden. Die helle Einstellung und auch die mittlere eignet sich wie zuvor perfekt zum Lesen und die dunkle warme Einstellung ist wirklich. 

Während die hellste Einstellung reale 5,5 Watt verbraucht, hat man bei 40% nur noch 4 Watt und bei 10% nur noch 2 Watt Stromverbrauch. Hier der Bildvergleich:


Nun denkt man sicher „das ist ja ganz toll, dass es das gibt, aber was wird das wohl kosten?“, bedenkt man, dass es eine Marken-LED ist PLUS ein Dimmerschalter in einem. Jedoch liegen die Mehrkosten zu derselben Philips-LED ohne Dimm-Möglichkeit bei etwa 40%, zu einer mit Dimmerschalter dimmbaren LED bei etwa 20%. Die 2,50€ Mehrkosten wird mir persönlich die Möglichkeit, eine Lampe zu dimmen, immer wert sein. Auch bei amazon kann man die LED bestellen.

Philips SceneSwitch Matt E27

Diese Birne hat unsere Tochter in ihr Zimmer bekommen. Ihre

Deckenlampe leuchtet zwar schön hell zum Malen am Tisch, aber beim Musik Hören sehr unkuschelig. Also auch hier – Birne rein (die ganz normale Standardbirne mit E27 Sockel). Diese kann von 100%/2700K/60W/reale 8W Konzentrationslicht auf 40%/2500K/25W/reale 5W für den normalen Aufenthalt und gemütliche 10%/2200K/8W/reale 2W gedimmt werden. Auch diese ist bei amazon erhältlich

Tochter und Eltern sind begeistert!


Philips SceneSwitch Filament-Optik E27

Diese LED kommt in einer der Edison Lampenfassungen so richtig zur Geltung. Wir konnten sie leider nur in unserer Küchenlampe testen, Teil des großen Hauptraumes, in der abends auf dem Weg vom Sofa lediglich der Kühlschrank zu finden ist, ohne dass die auf dem Sofa verbleibenden vom blendenden Küchenlicht aus der Filmwelt erweckt werden wollen. Sie kann von 100%/2700K/60W/reale 7,5W auf 40%/2500K/30W/reale 3W für den normalen Aufenthalt und gemütliche 10%/2200K/16W/reale 1,6W gedimmt werden.

Neben diesen Größen und Lichtstärken sind noch weitere erhältlich, von 40W bis 100W als E27, mit Sockeln E14, E27 und GU10.

Wir erproben diese neuen LED Lampen nun seit mehr als 2 Wochen und hatten bislang nicht eine Fehlfunktion. Das Dimmen hat immer zuverlässig funktioniert, ebenso die Merkfunktion. Es ist inzwischen automatisch so, dass man abends schon das Licht noch schnell so umschaltet und ausschaltet, dass man am nächsten Morgen nicht gleich die volle Leistung hat, selbst die Kinder denken schon soweit mit.

Das ist eine richtig geniale Erfindung, die Dimmerschalter überflüssig macht. Dimmerschalter Adé!

Als Mutter kleiner Kinder, die nachts aufwachen und rufen „Maaaamaaaaa, das ist so dunkel!!“, hätte ich persönlich jedoch noch den Verbesserungsvorschlag, noch dunkler abzustufen bis hin zu einem Nachtlicht. Dann könnten auch die Orientierungslichter, die unsere Steckdosenplätze verschwenden, entfallen. Also nach dem 10%igen Kuschellicht gern noch ein 1-2%iges Orientierungslicht, das die ganze Nacht anbleiben kann und nur noch Nulkommairgendwas Watt verbraucht.